Solaranlage
selber bauen

Von der ersten Idee bis zur Realität.

PV Anlage selber bauen

Von der ersten Idee bis zur Realität

Die Schritt für Schritt zur eigenen PV Anlage

Da eine Photovoltaik Anlage in der Regel für 20 Jahre ausgerichtet ist, müssen bei der Planung viele Fragen beantwortet werden, um langfristig eine passende Anlage zu bauen. Unser Leitfaden hilft Ihnen, beim Bau Ihrer Solaranlage die wichtigsten Schritte zu bedenken. Wir begleiten Sie auf dem Weg von der Planung bis hin zur Erfolgreichen Umsetzung Ihrer Solaranlage zu Hause!

1. Ihr Standort
2. Energiebedarf
3. Mieter/Vermieter
4. Planung/Installation
5. Genehmigungen/Förderungen
6. PV Module
7. Wechselrichter
8. Stromspeicher
9. Verschaltung
10. Montage
11. Überwachung/Wartung

1. Ihr Standort

Bitte überlegen Sie sich sorgfältig, wo genau Sie Ihre PV-Anlage positionieren möchten: auf dem Dach, der Garage oder dem Balkon – es gibt zahlreiche Möglichkeiten! Prüfen Sie die Standortbedingungen, wie zum Beispiel die Dachausrichtung und mögliche Verschattungen. Es ist wichtig, auch benachbarte Grundstücke zu berücksichtigen, auf denen zukünftig Schattenquellen wie neue Gebäude oder wachsende Bäume entstehen könnten. Mit unserem Photovoltaik-Planer können Sie ganz einfach Ihre Daten eingeben und erhalten von uns kostenlos ein unverbindliches Angebot.

Ausrichtung der Solaranlage:

Die Ausrichtung der Solaranlage spielt eine entscheidende Rolle, da sie den Ertrag der Anlage maßgeblich beeinflusst. Je nach Ausrichtung variieren die Spitzenzeiten der Stromerzeugung, also die Tageszeiten, an denen die Module besonders viel Strom produzieren. Die jeweiligen Vorteile der verschiedenen Ausrichtungen haben wir im folgenden Abschnitt erläutert.

Bei einem Flachdach können Sie die Ausrichtung der Anlage frei wählen. Bei einem Steildach sollten Sie die bestehende Dachausrichtung analysieren. Dafür gibt es verschiedene Methoden:

  • Google Earth: Hier sind Dachausrichtung und mögliche Verschattungen erkennbar.
  • Bauplan: Im Bauplan des Hauses ist die Ausrichtung des Daches in der Regel vermerkt.
  • Kompass: Mit einem Kompass können Sie die Ausrichtung des Daches direkt bestimmen.

Nutzen Sie diese Hilfsmittel, um die optimale Ausrichtung für Ihre Solaranlage festzulegen und den maximalen Ertrag zu erzielen.

Südliche Ausrichtung:
 Peak zur Mittagszeit
Bei einer Süd-Süd Ausrichtung ist der Höhepunkt des Ertrags zur Mittagszeit. Falls Sie Mittags den meisten Strom verbrauchen, z. B. durch die Nutzung von elektrischen Geräten oder Laden des E-Autos, ist eine Süd-Süd Ausrichtung für Sie optimal. Falls Sie den meisten Strom am Morgen oder Abend verbrauchen, könnte ein Stromspeicher die Lösung sein, durch den Sie den von Ihnen erzeugten Strom zu einer von Ihnen gewünschten Zeit verbrauchen können.

Westliche Ausrichtung:
 Peak Spätnachmittags/Abends
Bei einer westlichen Ausrichtung ist der Höhepunkt spätnachmittags/Abends. Falls Sie zu diesen Zeiten am meisten Strom verbrauchen, z. B. durch die Nutzung Elektrischer Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Laden des E-Autos, ist eine westliche Ausrichtung für Sie optimal. Da Sie dann den selbst erzeugten Strom zu der Zeit verbrauchen, in der die PV-Anlage am meisten Strom generiert, benötigen Sie auch keinen Stromspeicher.

Östliche Ausrichtung: 
 Peak Morgens
Bei einer östlichen Ausrichtung ist der Höhepunkt Morgens. Falls Sie zu diesen Zeiten am meisten Strom verbrauchen, z. B. durch die Nutzung Elektrischer Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Laden des E-Autos, ist eine westliche Ausrichtung für Sie optimal. Da Sie dann den selbst erzeugten Strom zu der Zeit verbrauchen, in der die PV-Anlage am meisten Strom generiert, benötigen Sie auch keinen Stromspeicher.

Eine Kombination aus Ost- und Westausrichtung ist sinnvoll, weil so die Vorteile der beiden Ausrichtungen vereint werden. 
So kann sowohl die Morgensonne, als auch die Abendsonne effektiv genutzt werden:

Nördliche Ausrichtung:
Im Vergleich am wenigsten Ertrag 

  • Kann durch Neigung des Daches “ausgeglichen” werden
        (siehe weiter unten: Beispiel Rechnerphotovoltaik.de)                                                   
  • Bei diffusem Licht: gleicher Ertrag wie bei Südausrichtung

Neigung der Solaranlage 

Die optimale Neigung für Solaranlagen wird erreicht, wenn das Sonnenlicht senkrecht (im 90° Winkel) auf die Solarzellen trifft. Da die Sonne im Tages- und Jahresverlauf wandert, ist dies nicht immer möglich. In Deutschland beträgt die ideale Neigung für eine PV-Anlage bei südlicher Ausrichtung 30-40°.

  • Ausrichtung nach Osten/Westen: Je mehr die Anlage nach Osten oder Westen ausgerichtet ist, desto flacher sollte die Neigung des Daches sein.
  • Dachneigung optimieren: Die Dachneigung lässt sich durch Aufständerungen anpassen:
    • Trapezblech-Aufständerung: Geeignet für kleinere Differenzen.
    • Dreiecksstützen: Geeignet für größere Differenzen.
  • Breitengrad: Der Breitengrad bestimmt den idealen Neigungswinkel der Module. Je näher der Standort der PV-Anlage an den Polen liegt, desto steiler sollte der Neigungswinkel sein.

Durch die richtige Neigung der Solaranlage können Sie die Effizienz und den Ertrag Ihrer PV-Anlage maximieren.

Vorgehensweise, wenn die Tragfähigkeit

des Daches unklar ist:

1. Recherche und Dokumentation
Sammeln Sie alle verfügbaren Informationen über ihr Dach:
Bauzeichnungen, Alter des Daches, Material etc.

2. Fachmann hinzuziehen
Suchen Sie einen qualifizierten Bauingenieur oder Statiker in Ihrer Nähe, der
Erfahrungen mit Tragfähigkeiten von Dächern und PV Anlagen hat, z. B. über die 
Seite der Bausachverständigen.

3. Vor-Ort Beurteilung
Machen Sie mit dem Ingenieur einen Termin für eine
Vor-Ort-Beurteilung der Tragfähigkeit Ihres Daches aus.

4. Ergebnis und Planung
Sie erhalten nach der Beurteilung einen Ergebnisbericht des Ingenieurs
mit einem Maßnahmenplan für die Installation einer PV-Anlage.

5. Installation
Nach Bestätigung der Tragfähigkeit und ggf. Der Durchführung von
Verstärkungsmaßnahmen des Daches kann die PV-Anlage installiert werden.

2. Energiebedarf

Ermitteln Sie Ihren Stromverbrauch

Prüfen Sie, wie hoch Ihr Stromverbrauch ist. Die einfachste Methode, den eigenen Stromverbrauch zu ermitteln, ist die Überprüfung der letzten Stromrechnung. Hier können Sie ablesen, wieviel Strom Sie in einem bestimmten Zeitraum verbraucht haben. Achten Sie dabei darauf, ob die Angaben in kWh (Kilowattstunden) oder mWh (Megawattstunden) gemacht wurden. 

Alternativ kann ein Energietagebuch geführt werden. Hierfür können Sie beispielsweise morgens und Abends, falls möglich auch täglich, den Stromzähler überprüfen. Dadurch können Sie ein Gefühl dafür erlangen, wie viel Strom Sie verbrauchen und wann Sie Strom Verbrauchen. Das ist eine wichtige Grundlage, um die Ausrichtung und Größe der PV Anlage zu ermitteln. 

Eigenverbrauch oder Einspeisen - Was ist besser?


Eigenverbrauch

Einspeisung ins Netz

Vorteile

  • weniger Strom aus dem öffentlichen Netz
  • geringere Stromrechnung
  • weniger Abhängigkeit von sich wandelnden Strompreisen
  • günstiger als Netzstrom
  • man erhält eine Vergütung
  • ein Energiespeicher wird nicht benötigt

Nachteile

  • Speicherkosten: für effiziente Stromnutzung wird ein Speicher benötigt, der zusätzliche Kosten verursacht
  • Ohne einen Speicher geht unbenutzter Strom verloren
  • Vergütung schwankt je nach Region und kann sinken
  • es kann zu Netzstabilitätsproblemen kommen

Entscheidungshilfen

Wenn Sie den Großteil Ihres Stroms während der Sonnenstunden verbrauchen bzw. zum Peak Ihrer Anlage (siehe oben bei "Energiebedarf - Dachausrichtung"), ist der Eigenverbrauch des Stroms meist am sinnvollsten. Falls Sie sich für die Einspeisung ins öffentliche Netz entscheiden, sollten Sie sich über die Höhe der Vergütung informieren. Dies können Sie auf der Seite der Verbraucherzentrale herausfinden. Zudem sollten Sie die Kosten eines Energiespeichers prüfen. Wir empfehlen auch den Renditen-Rechner der Stiftung Warentest. Eine Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeisung ist ebenfalls möglich! Ein nachträglicher Wechsel ist ebenfalls machbar, muss jedoch dem Netzbetreiber bis zum 30.11. mitgeteilt werden, damit die Änderung im nächsten Jahr wirksam wird. Auch kleine Solaranlagen lohnen sich durchaus! Sie generieren Einnahmen durch die Einspeisevergütung und reduzieren gleichzeitig den Strombezug. Anlagen ohne Eigenverbrauch erhalten dabei höhere Vergütungen. Durch gesunkene Modulpreise und steigende Stromkosten sind sie attraktiver geworden. Eigenverbrauch ist besonders rentabel bei großen Preisunterschieden zwischen Netzstrom und selbst erzeugtem Strom. Der Ertrag variiert je nach Region und Ausrichtung der Anlage. Falls Sie den Strom nicht einspeisen möchten und keine Verbindung zum öffentlichen Stromnetz haben, z. B. bei einem Wohnmobil oder einer Gartenhütte, dann könnte eine Inselanlage für Sie in Frage kommen. Mit diesen Entscheidungshilfen können Sie die für Sie optimale Nutzung Ihrer Solaranlage festlegen und von den Vorteilen profitieren.

3. Mieter/Vermieter

PV-Anlage als Mieter:
Als Mieter müssen Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten, bevor Sie eine Solar-Anlage installieren. Dieser darf nur absagen, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt. Ein solcher Grund könnte sein:

  • Die Anlage ist baurechtlich nicht zulässig
  • Die Anlage stellt eine optische Beeinträchtigung dar
    (z. B. aufgrund von Denkmalschutz)
  • die Anlage wird nicht fachgerecht installiert

Wenn keiner dieser Gründe vorliegt, hat der Mieter sogar ein Recht auf Photovoltaik! 
Um Anmeldung und steuerliche Fragen muss der Mieter sich allerdings selbst kümmern. 

PV-Anlage als Vermieter:
Als Vermieter müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den erzeugten Strom gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz einspeisen, oder ihn direkt an Ihre Mieter weiterverkaufen wollen. Hierbei sollten Sie auch die Vergütung fürs Einspeisen an Ihrem Standort prüfen.


4. Planung und Installation

Die meisten Schritte bei der Installation einer PV-Anlage können Sie selbst vornehmen. Es gibt aber bestimmte Schritte, für die Sie die Hilfe eines Elektrikers bzw. eines Fachbetriebes benötigen. Folgende Schritte können Sie selbst vornehmen:

  • Aufbau des Gerüstes
    (falls Sie damit keine Erfahrung haben, empfehlen wir dringend, 
    eine Firma dafür zu beauftragen oder einen Experten hinzuzuziehen)
  • Installation der Halterungen auf dem Dach
  • Installation der PV-Module
  • Anschluss der DC-Verkabelung
  • Aufbau von Wechselrichter und Spannungsschutz

Für folgende Schritte benötigen Sie einen zertifizierten Fachbetrieb:

  • Anschluss der Wechselspannungsseite
  • Einspeisung in das Hausnetz
  • Anschluss an das öffentliche Stromnetz

Für die Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs können Sie verschiedene Plattformen und Bewertungsportale nutzen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Anbietern einzuholen und sich vor der Beauftragung über Referenzen und Erfahrungen anderer Kunden zu informieren.

PV Konfigurator
Für die Planung Ihrer Solaranlage empfehlen wir unseren Photovoltaik-Planer.
Nach der Eingabe Ihrer Daten analysieren wir Ihre individuelle Situation und schicken Ihnen kostenlos ein unverbindliches Angebot für alle Komponenten, die Sie für den Bau Ihrer Solaranlage benötigen. 

5. Genehmigungen und Förderungen

Es gibt einige Genehmigungen, die Sie vor der Installation einer PV Anlage einholen müssen und Förderungen, die Sie gegebenenfalls beantragen können: 

Anmeldung Bundesnetzagentur/Stammdatenregister:
Der Anlagenbetreiber ist dazu verpflichtet, die Solaranlage bei der Bundesnetzagentur in das Marktstammdatenregister eintragen zu lassen. Dies muss in dem Zeitraum von zwei Wochen vor bis zu einem Monat nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgen.

Registrierung beim Netzbetreiber:
Vor der Installation müssen Sie einen Antrag auf eine Netzverträglichkeitsprüfung bei Ihrem örtlichen Netzbetreiber stellen. Dies erfolgt in der Regel über den PV Bereich der Website Ihres Stromanbieters. Dort müssen Sie unter anderem folgende Daten eingeben: Adresse, zukünftige Position der Anlage, Dachausrichtung, wie viel Strom eingespeist werden soll, Speicher bzw. Einspeisen, Adresse, IBAN für die Vergütung etc. Dann erhalten Sie eine Bestätigung und dürfen die Anlage in Betrieb nehmen. Innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme muss die Registrierung beim Netzbetreiber erfolgen. Dafür müssen Sie die Bestätigung der Bundesnetzagentur, das Inbetriebnahmeprotokoll, Datenblatt des Wechselrichters und das NA-Schutz Zertifikat einreichen.

Versicherung:
Es besteht keine Versicherungspflicht für Photovoltaikanlagen. Dennoch empfehlen wir einen gewissen Schutz, um potenzielle finanzielle Belastungen durch Schäden zu vermeiden. Die Einbindung der Anlage in die private Haftpflichtversicherung ist besonders wichtig, da Betreiber für Schäden haften, die Dritten durch die Anlage entstehen. Eine Mitversicherung in der Wohngebäudeversicherung bietet kostengünstig einen gewissen Grundschutz, während eine separate Photovoltaikversicherung einen umfassenderen Schutz bietet, der je nach individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann, aber auch teurer ist.

Anmeldung Finanzamt:
Sie müssen Ihre Solaranlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme beim Finanzamt anmelden. Bei dem Betrieb einer PV Einspeiseanlage ab 30 kWp werden Sie steuerlich zum Unternehmer. Bei Anlagen unter 30 kWp müssen Sie die Anlage auch beim Finanzamt anmelden, Ihre Gewinne aus der Einspeisevergütung würden aber in dem Fall nicht versteuert werden.

Bauantrag:
In vielen Fällen ist ein Bauantrag erforderlich, um die Installation der Solarmodule auf dem Dach genehmigen zu lassen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Module das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verändern.

Einspeisevertrag:
Für die Einspeisung von überschüssigem Strom ins Netz benötigen Sie in der Regel einen Einspeisevertrag mit Ihrem Netzbetreiber.

Denkmalschutz:
Wenn Ihr Gebäude unter Denkmalschutz steht, benötigen Sie möglicherweise eine zusätzliche Genehmigung für die Installation der PV-Anlage.

Gewerbeamt:
Anlagen mit einer Leistung von 30 kWp oder mehr müssen Sie beim Gewerbeamt anmelden. Kleinere Anlagen sind von der Gewerbesteuer ausgenommen. Als Vermieter benötigen Sie außerdem die Erlaubnis Ihres Vermieters. (siehe "Mieter und Vermieter")

Mögliche Förderungen

0% Förderung:
Seit dem 01.01.2023 fällt die Mehrwertsteuer auf 0% für jeden Käufer, der die Voraussetzungen die Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG erfüllt. Dies gilt nicht nur für die Solarmodule, sondern auch für Wechselrichter und alle anderen wesentlichen Komponenten einer PV Anlage sowie den Speicher. Mehr dazu finden Sie auf unserer Informationsseite.      

BAFA-Förderung:
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Förderungen für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen. Prüfen Sie die aktuellen Förderrichtlinien und Antragsmodalitäten auf der BAFA-Website.

KfW-Förderung:
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für die Installation von PV-Anlagen an. Informieren Sie sich über die verschiedenen Förderprogramme auf der KfW-Website.

Regionale Förderprogramme:
Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme für erneuerbare Energien an. Informieren Sie sich bei Ihrer regionalen Behörde über mögliche Förderungen.

6. PV Module

Es gibt verschiedene Arten von Photovoltaik Modulen. In der folgenden Tabelle 
finden Sie die verschiedenen Arten inklusive Vor- und Nachteile:

Solarmodul

Vorteile

Nachteile

Geeignet für

Glas-Folien-Module

Leicht 

Flexible Installation

geringere Haltbarkeit

weniger Temperaturbeständig

flexible Anwendungen

jegliche Hausdächer

Glas-Glas-Modules

langlebig

Temperaturbeständig

geringe Degradation

schwerer

höhere Kosten

generelle Installationen

bei gewünschter hoher Langlebigkeit

jegliche Hausdächer

Bifaziale Module

höhere Energieausbeute

Optimierung des Energieertrags

komplexe Installation

höhere Kosten

Zäune, Agri PV Anlagen, Flachdächer, Überdachungen

7. Wechselrichter

Ein Wechselrichter ist ein Gerät, das Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt, damit Solarpanels oder andere Gleichstromquellen Strom ins Stromnetz einspeisen können. Außerdem schützen sie das Stromnetz vor Überlastung.

Was für einen Wechselrichter brauche ich?
Wechselrichter gibt es in verschiedenen Typen, darunter zentrale Wechselrichter, die mehrere Module verbinden, und Mikrowechselrichter, die für jedes Modul individuell arbeiten. Die Wahl des richtigen Wechselrichters hängt von Ihren spezifischen Anforderungen und der Größe der PV-Anlage ab:

Wechselrichter

Eigenschaften

Vorteile

Nachteile

Geeignet für

Hybrid

Wechselrichter

Einphasig

  • Ein Stromführender Leiter
  • Zwischen 300 und
    max. 4.000 VA
  • Einfache Installation
  • Günstig in der Anschaffung
  • Keine Stromerzeugung bei Stromausfall
  • Geringe
    Leistungsfähigkeit
  • Kleine Anlagen mit max. 3 kWp
  • Gebäude mit einphasigem Stromanschluss

Hybrid

Wechselrichter

Dreiphasig

  • Drei Stromführende Leiter
  • Hohe Nennleistung, max. 24.000 VA
  • Ermöglicht Speichern von übrigem Strom in Batterien
  • Notstromversorgung
  • Komplexer in der Installation und im Betrieb
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Größere Anlagen
  • Anlagen mit Energiespeicher

Mikro

Wechselrichter

  • Montage direkt am Modul
  • Module arbeiten unabhängig: kann Ertrag optimieren
  • Einfach zu erweitern
  • Ein Ausfallendes Modul beeinträchtigt nicht die ganze Anlage
  • Ggf. Höhere Kosten aufgrund der benötigten Anzahl an Wechselrichtern
  • Installation kann komplex sein
  • Balkonkraftwerke
  • Unkomplizierte Erweiterungs-
    möglichkeiten
  • Tracking einzelner Module

Außerdem lassen sich Wechselrichter anhand von drei wichtigen Eigenschaften einteilen:

1. Leistung: Es gibt große Unterschiede bei der Leistung von Wechselrichtern. Typische Leistungen sind:

  • 5 - 10 kW bei privaten Hausdachanlagen
  • 10 - 20 kW bei gewerblichen Anlagen wie Hallen oder Scheunendächern
  • 500 - 800 kW für den Einsatz in Solar-Kraftwerken

2. Modul-Verschaltung: Hierbei geht es um die Verschaltung von Solar-Modulen und Wechselrichtern. Man unterscheidet zwischen String-, Multistring- und Zentral-Wechselrichtern:

  • String-Wechselrichter:
    • Ein String-Eingang
  • Multistring-Wechselrichter:
    • Zwei oder mehr String-Eingänge
    • Jeweils eigener MPP-Tracker (Maximum Power Point)
    • Sinnvoll, wenn die PV-Anlage aus unterschiedlich ausgerichteten Teilflächen besteht oder teilweise verschattet wird
  • Zentral-Wechselrichter:
    • Größere Leistung
    • Nur ein MPP-Tracker
    • Geeignet für Großanlagen

3. Schaltungstopologie: Man unterscheidet zwischen ein- und dreiphasigen Wechselrichtern sowie Wechselrichtern mit und ohne Transformator.

  • Einphasige Wechselrichter: Meistens für kleine Anlagen
  • Dreiphasige Wechselrichter: Für größere Anlagen oder mehrere einphasige Wechselrichter

Ein Transformator dient der galvanischen Trennung und ermöglicht die Erdung der Solar-Module, was für einige Modultypen notwendig ist. Transformatorlose Wechselrichter werden, wenn möglich, bevorzugt, da sie kleiner und leichter sind und einen höheren Wirkungsgrad aufweisen.

8. Stromspeicher

Ein Stromspeicher speichert überschüssige Energie, die von der PV-Anlage erzeugt wird, zur späteren Verwendung. Er wird im Haus installiert und mit der PV-Anlage sowie dem Verteilerkasten verkabelt.

Welchen Stromspeicher benötige ich? Die Faustformel lautet: 1 - 1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp Leistung der Solaranlage. Der eigene Jahresverbrauch sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Zudem sind folgende Faktoren zu beachten:

Batterieanbindung:

  • AC-gekoppelte Systeme: Flexibler in der Anwendung.
  • DC-gekoppelte Systeme: Haben geringere Verluste und sind kosteneffizienter.

Speicherkapazität: Die nutzbare Speicherkapazität in kWh ist entscheidend. Die Nettokapazität berücksichtigt die tatsächlich verfügbare Energiemenge nach Berücksichtigung der Entladetiefe.

Wirkungsgrad: Ein höherer Wirkungsgrad (zwischen 90 und 98%) bedeutet weniger Energieverluste. Der Gesamtwirkungsgrad des Systems ist besonders aussagekräftig.

Ladeleistung: Die Leistung des Speichers in kW beeinflusst, wie schnell er geladen und entladen werden kann. Eine hohe Ladeleistung ermöglicht schnelles Aufladen bei Sonnenschein.

Entladetiefe: Sie gibt an, wie tief die Batterien entladen werden können. Eine höhere Entladetiefe (80-98%) bedeutet eine effizientere Nutzung der Speicherkapazität.

Batteriematerial: Lithium-Ionen-Batterien, insbesondere Lithium-Eisenphosphat, haben eine längere Lebensdauer, einen höheren Wirkungsgrad und sind umweltschonender als Blei-Akkus.

Lebensdauer: Die Lebensdauer variiert (10-20 Jahre) und ist abhängig von der Nutzung und dem Standort. Mindestens 5000 Ladezyklen sollten unterstützt werden. Die meisten Hersteller bieten eine 10-jährige Garantie auf die Batterie, jedoch nicht immer auf die Elektronik des Systems.

Speicherarten:

  • AC-Batteriespeicher (alternating current):
    • Werden an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, in dem Wechselstrom fließt.
    • Die Energie wird als Gleichstrom gespeichert.
  • DC-Batteriespeicher (direct current):
    • Werden direkt an die PV-Module angeschlossen, die Gleichstrom erzeugen.
    • Die Energie wird als Gleichstrom gespeichert.

Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren können Sie den passenden Stromspeicher für Ihre PV-Anlage auswählen und so die Effizienz und Unabhängigkeit Ihrer Energieversorgung maximieren.

9. Verschaltung

Die Verschaltung von Solarmodulen ist entscheidend für die Effizienz einer Solaranlage. Durch das Schalten der Module in Reihe erhöht sich die Spannung, während der Strom konstant bleibt. Dies ermöglicht die erforderliche Spannung für den Wechselrichter. Allerdings können Leistungsverluste durch den schwächsten Bestandteil der Reihe auftreten, sei es durch Schatten, Verschmutzung oder ein defektes Modul. Bypass-Dioden werden eingesetzt, um den Strom um beeinträchtigte Zellen herumzuleiten und die Gesamtleistung zu optimieren. Wichtige Komponenten:

  • Stromstörer: Kontrollieren unerwünschte Ströme in den PV-Modulen.
  • MPP-Tracker (Maximum Power Point Tracker): Maximieren die Effizienz, indem sie den optimalen Punkt zwischen Strom und Spannung ermitteln und sicherstellen, dass die Module im optimalen Leistungsbereich arbeiten.

Jedes Modul verfügt über zwei etwa einen Meter lange Kabel. Die Solarmodule, die einen String, also eine Reihe, bilden, werden in Reihe geschaltet. Das Kabel muss dann mit dem Wechselrichter verbunden werden. Für diesen Schritt sollten Sie sich mit Ihrem Elektriker absprechen. Für die Vernetzung zwischen Wechselrichter und Stromnetz ist ein Techniker erforderlich; diesen Schritt dürfen Sie nicht eigenständig vornehmen. Durch eine sorgfältige Planung und Verschaltung Ihrer Solarmodule können Sie die Effizienz und Leistung Ihrer PV-Anlage maximieren.

10. Montage

Vorbereitung:
Bevor Sie die PV-Anlage montieren, sollten Sie sicherstellen, 
dass alle vorherigen Aspekte erfüllt sind:

    • Haben Sie alle Gegebenheiten der PV-Anlage geplant bzw. planen lassen?
    • Haben Sie den Netzbetreiber über die geplante Installation informiert und alle technischen Voraussetzungen sowie eventuell erforderliche Genehmigungen geklärt?
    • Haben Sie einen zertifizierten Fachbetrieb oder Elektriker für die Anschlüsse und die Einspeisung ins Hausnetz bzw. das öffentliche Stromnetz ausgewählt?
    • Haben Sie alle Komponenten und Werkzeuge, die für die Montage benötigt werden, bereitgelegt?
    • Wenn Sie ein älteres Dach haben: Prüfen Sie die Tragfähigkeit und analysieren Sie die Dachziegel (siehe "Ihr Standort").

Montage-Schritte:

  1. Sorgfältige Planung:
    • Kontaktieren Sie einen Techniker und beziehen Sie ihn direkt in die Planung mit ein (in späteren Schritten ist ein Techniker zwingend notwendig).
  2. Netzbetreiber kontaktieren:
    • Informieren Sie Ihren örtlichen Netzbetreiber über die geplante Installation einer PV-Anlage. Klären Sie technische Voraussetzungen und erforderliche Genehmigungen.
  3. Abschattungen entfernen:
    • Entfernen Sie alle Hindernisse und Abschattungen, die den Lichteinfall auf die Solarmodule beeinträchtigen können, um die Effizienz der Anlage zu optimieren.
  4. Vorbereitung:
    • Legen Sie alle benötigten Materialien bereit und checken Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller. Bauen Sie Ihr Gerüst auf.
  5. Solaranlage konstruieren:
    • Platzieren Sie die Solarmodule gemäß den vorherigen Berechnungen und der Ausrichtung des Daches. Verwenden Sie geeignetes Montagematerial, um die Module sicher und stabil zu befestigen.
  6. Verkabelung der Solarmodule:
    • Dies sollte in Absprache mit einem Elektriker vorgenommen werden. Verlegen Sie die DC-Verkabelung von den Solarmodulen zum Wechselrichter.
  7. Wechselrichter und AC-Verkabelung:
    • Der Wechselrichter muss von einem Elektriker mit der AC-Verkabelung und dem Hausnetz verbunden werden.
  8. Solaranlage anmelden:
    • Melden Sie die Inbetriebnahme der PV-Anlage beim Netzbetreiber an. Beachten Sie eventuell erforderliche Anträge für die Einspeisung und die Abrechnung des erzeugten Stroms.

Für die Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs oder Elektrikers können Sie verschiedene Plattformen und Bewertungsportale nutzen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Anbietern einzuholen und sich vor der Beauftragung über Referenzen und Erfahrungen anderer Kunden zu informieren.


Montagebeispiel Ziegeldach

Im Nachfolgenden wird die Montage einer PV-Anlage auf einem Ziegeldach Schritt für Schritt erklärt. Gerne verweisen wir dafür auch auf unsere Youtube-Videos, in denen die einzelnen Schritte erklärt werden.

Vorbereitung:

  • Planen Sie alles sorgfältig, bevor Sie
    mit der Installation beginnen
  • Kontaktieren Sie vor der Installation einen Elektriker,
    der das Projekt später abnimmt und die Anlage mit
    dem Strom verbindet
    (der Elektriker ist für spätere Schritte sowieso unerlässlich)
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie alle notwendigen Genehmigungen eingeholt haben
    (siehe "Genehmigungen/Förderungen")
  • Prüfen Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller
  • Legen Sie alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit und bauen Sie Ihr Gerüst auf
  • Ermitteln Sie, wo genau die Dachsparren in Ihrem Dach sind

Montage:

1. Dachhaken

  • Entfernen Sie die Ziegel an den Stellen, wo sich die Dachsparren befinden
  • Schaffen Sie ggf. eine bessere Auflagefläche, z. B. durch Holzstücke
  • Schrauben Sie den Dachhaken auf dem Sparren fest
    • achten Sie darauf, dass der Haken auf dem Sparren
      und nicht auf der Konterlattung montiert wird!
    • achten Sie auf die angegebenen Mindestabstände
  • Legen Sie den Dachziegel auf und markieren Sie,
    was von dem Ziegel ausgeschnitten werden muss​
    dadurch lastet das Gewicht der PV-Anlage nicht auf dem Ziegel
    ​ dadurch können die Dachhaken auf dem Dachsparren fixiert werden 
  • Fixieren Sie den Dachhaken mit einer Ratsche

Wiederholen Sie diese Schritte, bis alle Dachhaken auf dem Dach montiert sind

Wichtig:
Bei einer Aluschiene von ca. 2.40 m werden mindestens 3 Dachhaken verwendet.
Bei einer Aluschiene von ca. 4.80 m werden mindestens 5 Dachhaken verwendet.
 


2. Aluschienen, Module, Klemmen

  • Befestigen Sie die Aluschienen auf den bereits montierten Dachhaken
  • Wenn Sie mehrere Aluschienen kombinieren, müssen Sie vorerst die
    einzelnen Schienen mit Hilfe der Verbindungsstücke verbinden
    (2 Verbindungsstücke für 2 Schienen, die verbunden werden sollen)
  • Setzen Sie die PV-Module auf die Aluschienen
    • Zwischen den Modulen sollte ein Abstand von ca. 20 mm sein
  • Verkabeln Sie die Module mit Hilfe des MC4 Verteilersets
  • Befestigen Sie jeweils 2 Mittelklemmen zwischen 2 Module
    • Wichtig: Die Schrauben dürfen nicht zu fest gezogen werden,
      sonst könnten die Module beschädigt werden
    • Der Drehmomentschlüssel sollte auf 14-16 Nm eingestellt werden
    • Dieser Vorgang muss für alle Klemmen wiederholt werden
  • Befestigen Sie jeweils 2 Endklemmen an den Enden der Modulreihen
    • Wichtig: die Schrauben dürfen nicht zu fest gezogen werden,
      sonst könnten die Module beschädigt werden
    • Der Drehmomentschlüssel sollte auf 12-14 Nm eingestellt werden
    • Dieser Vorgang muss für alle Klemmen wiederholt werden
  • Überprüfen Sie, ob alle Module und klemmen richtig montiert wurden
  • Setzen Sie die Aluschienenkappen auf die enden der Aluschienen


3. Verkabelung

  • Die Verkabelung der Module dürfen Sie selbst vornehmen,
    dabei ist aber eine Absprache mit Ihrem Techniker dringlichst
    zu empfehlen
    • Legen Sie fest, welche Module in einem String verschaltet werden sollen
    • An den Modulen sind zwei ca. ein Meter lange Kabel, einmal + und einmal -
    • Die Module pro String (Reihe) müssen dann in Reihe geschaltet werden
    • Verkabelung der Module mit dem Wechselrichter
      (hinter dem Wechselrichter sollte eine Sicherung angebracht sein,
      die mit einem Zähler verbunden ist)
  • Für die Verbindung der Module mit dem Hausnetz ist ein
    Elektriker zwingend erforderlich, diesen Schritt
    dürfen Sie nicht selbst durchführen 

Montagebeispiel Flachdach

Im Nachfolgenden wird die Montage einer PV-Anlage auf einem Flachdach Schritt für Schritt erklärt. In Zukunft werden Sie dazu Beispiele auf unserem Youtube-Kanal finden.

    Vorbereitung:

    • Planen Sie alles sorgfältig, bevor Sie mit der Installation beginnen.
    • Kontaktieren Sie vor der Installation einen Elektriker, der das Projekt später abnimmt und die Anlage mit dem Strom verbindet (der Elektriker ist für spätere Schritte sowieso unerlässlich).
    • Vergewissern Sie sich, dass Sie alle notwendigen Genehmigungen eingeholt haben (siehe "Genehmigungen/Förderungen").
    • Prüfen Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.
    • Legen Sie alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit.
    • Ermitteln Sie, wo die Dachsparren in Ihrem Dach sind.
    • Stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Genehmigungen eingeholt haben.
    • Prüfen Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.
    • Legen Sie alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit.

Montage:

1. Konstruktion, Schienen, Module:

  • Befestigen Sie das jeweilige Montagegestell auf Ihrem Flachdach. Es muss sicher und stabil sein.
  • Positionieren Sie die Unterkonstruktionen gemäß der vorherigen Planungen und Markierungen.
  • Kombinieren Sie, falls nötig, Ihre Aluschienen mit Hilfe der Verbinderstücke, sodass Sie die benötigte Länge erhalten.
  • Montieren Sie die Aluschienen auf den bereits befestigten Montagegestellen.
  • Setzen Sie die PV-Module auf die Aluschienen. Zwischen den Modulen muss ein Abstand von 20 mm bestehen.

2. Klemmen:

  • Befestigen Sie die Mittelklemmen zwischen den Modulen. Achten Sie darauf, die Klemmen nicht zu fest zu ziehen, um Beschädigungen der Module zu vermeiden. Der Drehmomentschlüssel sollte auf 14-16 Nm eingestellt werden.
  • Befestigen Sie die Endklemmen an den Enden der Modulreihen. Auch hier dürfen die Klemmen nicht zu fest gezogen werden, um Beschädigungen der Module zu vermeiden. Der Drehmomentschlüssel sollte auf 12-14 Nm eingestellt werden.
  • Überprüfen Sie sorgfältig, ob alle Module und Klemmen korrekt montiert wurden.
  • Setzen Sie die Aluschienenkappen auf die Enden der Aluschienen.

3. Verkabelung:

  • Die Verkabelung der Module dürfen Sie selbst vornehmen, dabei ist jedoch eine Absprache mit Ihrem Techniker dringend zu empfehlen.
  • Legen Sie fest, welche Module in einem String verschaltet werden sollen. An den Modulen sind zwei ca. ein Meter lange Kabel, einmal + und einmal -.
  • Die Module pro String (Reihe) müssen dann in Reihe geschaltet werden.
  • Verbinden Sie die Module mit dem Wechselrichter. Hinter dem Wechselrichter sollte eine Sicherung angebracht sein, die mit einem Zähler verbunden ist.
  • Für die Verbindung der Module mit dem Hausnetz ist ein Elektriker zwingend erforderlich, diesen Schritt dürfen Sie nicht selbst durchführen.

Diese Schritte helfen Ihnen, Ihre PV-Anlage auf einem Flachdach korrekt und effizient zu montieren.


11. Überwachung/Wartung

Wartung:

  • Überprüfen Sie regelmäßig die Solarmodule auf Verschmutzungen, Beschädigungen oder Verschleiß.
  • Reinigen Sie die Module mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm, um Ablagerungen und Schmutz zu entfernen, die die Leistung der Anlage beeinträchtigen können.

Überwachung des Energieertrags:

  • Nutzen Sie das Monitoring-System der PV-Anlage, um den täglichen und monatlichen Energieertrag zu überwachen.
  • Vergleichen Sie die ermittelten Ertragsdaten mit den prognostizierten Werten, um die Effizienz der Anlage zu überprüfen und ggf. Anpassungen vorzunehmen.

Durch regelmäßige Wartung und Überwachung können Sie sicherstellen, dass Ihre PV-Anlage optimal funktioniert und einen hohen Energieertrag liefert.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Planung? 

Jetzt kostenlos unverbindliches Angebot für Komponenten und optionale Installation einholen! Wir unterstützen sie gerne. 

Zum Photovoltaik-Planer

1. Ihr Standort

Bitte überlegen Sie sich sorgfältig, wo genau Sie Ihre PV-Anlage positionieren möchten: auf dem Dach, der Garage oder dem Balkon – es gibt zahlreiche Möglichkeiten! Prüfen Sie die Standortbedingungen, wie zum Beispiel die Dachausrichtung und mögliche Verschattungen. Es ist wichtig, auch benachbarte Grundstücke zu berücksichtigen, auf denen zukünftig Schattenquellen wie neue Gebäude oder wachsende Bäume entstehen könnten. Mit unserem PV-Konfigurator können Sie ganz einfach Ihre Daten eingeben und erhalten von uns kostenlos ein unverbindliches Angebot.

Ausrichtung der Solaranlage:

Die Ausrichtung der Solaranlage spielt eine entscheidende Rolle, da sie den Ertrag der Anlage maßgeblich beeinflusst. Je nach Ausrichtung variieren die Spitzenzeiten der Stromerzeugung, also die Tageszeiten, an denen die Module besonders viel Strom produzieren. Die jeweiligen Vorteile der verschiedenen Ausrichtungen haben wir im folgenden Abschnitt erläutert.

Bei einem Flachdach können Sie die Ausrichtung der Anlage frei wählen. Bei einem Steildach sollten Sie die bestehende Dachausrichtung analysieren. Dafür gibt es verschiedene Methoden:

  • Google Earth: Hier sind Dachausrichtung und mögliche Verschattungen erkennbar.
  • Bauplan: Im Bauplan des Hauses ist die Ausrichtung des Daches in der Regel vermerkt.
  • Kompass: Mit einem Kompass können Sie die Ausrichtung des Daches direkt bestimmen.

Nutzen Sie diese Hilfsmittel, um die optimale Ausrichtung für Ihre Solaranlage festzulegen und den maximalen Ertrag zu erzielen.


Südliche Ausrichtung:
 Peak zur Mittagszeit
Bei einer Süd-Süd Ausrichtung ist der Höhepunkt des Ertrags zur Mittagszeit. Falls Sie Mittags den meisten Strom verbrauchen, z. B. durch die Nutzung von elektrischen Geräten oder Laden des E-Autos, ist eine Süd-Süd Ausrichtung für Sie optimal. Falls Sie den meisten Strom am Morgen oder Abend verbrauchen, könnte ein Stromspeicher die Lösung sein, durch den Sie den von Ihnen erzeugten Strom zu einer von Ihnen gewünschten Zeit verbrauchen können.

Westliche Ausrichtung:
 Peak Spätnachmittags/Abends
Bei einer westlichen Ausrichtung ist der Höhepunkt am späten Nachmittag bzw. Abends. Falls Sie zu diesen Zeiten am meisten Strom verbrauchen, z. B. durch die Nutzung Elektrischer Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Laden des E-Autos, ist eine westliche Ausrichtung für Sie optimal. Da Sie dann den selbst erzeugten Strom zu der Zeit verbrauchen, in der die PV-Anlage am meisten Strom generiert, benötigen Sie auch keinen Stromspeicher.

Östliche Ausrichtung: 
 Peak Morgens 
Bei einer östlichen Ausrichtung ist der Höhepunkt am Morgen. Falls Sie zu diesen Zeiten am meisten Strom verbrauchen, z. B. durch die Nutzung Elektrischer Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Laden des E-Autos, ist eine westliche Ausrichtung für Sie optimal. Da Sie dann den selbst erzeugten Strom zu der Zeit verbrauchen, in der die PV-Anlage am meisten Strom generiert, benötigen Sie auch keinen Stromspeicher.

Eine Kombination aus Ost- und Westausrichtung ist sinnvoll, weil so die Vorteile der beiden Ausrichtungen vereint werden. So kann sowohl die Morgensonne, als auch die Abendsonne effektiv genutzt werden:


Nördliche Ausrichtung:

  • Im Vergleich am wenigsten Ertrag kann durch Neigung des Daches “ausgeglichen” werden
    (siehe weiter unten beim Photovoltaikrechner)                                                 
  • Bei diffusem Licht: gleicher Ertrag wie bei Südausrichtung

Neigung der Solaranlage 

Die optimale Neigung für Solaranlagen wird erreicht, wenn das Sonnenlicht senkrecht (im 90° Winkel) auf die Solarzellen trifft. Da die Sonne im Tages- und Jahresverlauf wandert, ist dies nicht immer möglich. In Deutschland beträgt die ideale Neigung für eine PV-Anlage bei südlicher Ausrichtung 30-40°.

  • Ausrichtung nach Osten/Westen: 
    Je mehr die Anlage nach Osten oder Westen ausgerichtet ist, desto flacher sollte die Neigung des Daches sein.
  • Dachneigung optimieren: 
    Die Dachneigung lässt sich durch Aufständerungen anpassen:
    • Trapezblech-Aufständerung: Geeignet für kleinere Differenzen.
    • Dreiecksstützen: 
      Geeignet für größere Differenzen.
  • Breitengrad: 
    Der Breitengrad bestimmt den idealen Neigungswinkel der Module. Je näher der Standort der PV-Anlage an den Polen liegt, desto steiler sollte der Neigungswinkel sein.

Durch die richtige Neigung der Solaranlage können Sie die Effizienz und den Ertrag Ihrer PV-Anlage maximieren.


Vorgehensweise, wenn die Tragfähigkeit des Daches unklar ist:

1. Recherche und Dokumentation
Sammeln Sie alle verfügbaren Informationen über ihr Dach: Bauzeichnungen, Alter des Daches, Material etc.

2. Fachmann hinzuziehen
Suchen Sie einen qualifizierten Bauingenieur oder Statiker in Ihrer Nähe, der Erfahrungen mit Tragfähigkeiten von Dächern und PV Anlagen hat, z. B. über die Seite der Bausachverständigen.

3. Vor-Ort Beurteilung
Machen Sie mit dem Ingenieur einen Termin für eine Vor-Ort-Beurteilung der Tragfähigkeit Ihres Daches aus.

4. Ergebnis und Planung
Sie erhalten nach der Beurteilung einen Ergebnisbericht des Ingenieurs
mit einem Maßnahmenplan für die Installation einer PV-Anlage.

5. Installation
Nach Bestätigung der Tragfähigkeit und ggf. Der Durchführung von Verstärkungsmaßnahmen des Daches kann die PV-Anlage installiert werden.

2. Energiebedarf

Ermitteln Sie Ihren Stromverbrauch

Prüfen Sie, wie hoch Ihr Stromverbrauch ist. Die einfachste Methode, den eigenen Stromverbrauch zu ermitteln, ist die Überprüfung der letzten Stromrechnung. Hier können Sie ablesen, wieviel Strom Sie in einem bestimmten Zeitraum verbraucht haben. Achten Sie dabei darauf, ob die Angaben in kWh (Kilowattstunden) oder mWh (Megawattstunden) gemacht wurden. 

Alternativ kann ein Energietagebuch geführt werden. Hierfür können Sie beispielsweise morgens und Abends, falls möglich auch täglich, den Stromzähler überprüfen. Dadurch können Sie ein Gefühl dafür erlangen, wie viel Strom Sie verbrauchen und wann Sie Strom Verbrauchen. Das ist eine wichtige Grundlage, um die Ausrichtung und Größe der PV Anlage zu ermitteln. 

Eigenverbrauch oder Einspeisen: Was ist besser?

Eigenverbrauch
Vorteile:

  • Weniger Strom aus dem öffentlichen Netz
  • Geringere Stromrechnung
  • Weniger Abhängigkeit von sich wandelnden Strompreisen
  • Günstiger als Netzstrom

 Nachteile:

  • Speicherkosten: für effiziente Stromnutzung wird ein Speicher benötigt, der zusätzliche Kosten verursacht
  • Ohne einen Speicher geht unbenutzter Strom verloren

Einspeisung ins Netz
Vorteile:

  • Man erhält eine Vergütung
  • Ein Energiespeicher wird nicht benötigt

Nachteile:

  • Vergütung schwankt je nach Region und kann sinken
  • Es kann zu Netzstabilitätsproblemen kommen

Entscheidungshilfen

Wenn Sie den Großteil Ihres Stroms während der Sonnenstunden verbrauchen bzw. zum Peak Ihrer Anlage (siehe oben bei "Energiebedarf - Dachausrichtung"), ist der Eigenverbrauch des Stroms meist am sinnvollsten. Falls Sie sich für die Einspeisung ins öffentliche Netz entscheiden, sollten Sie sich über die Höhe der Vergütung informieren. Dies können Sie auf der Seite der Verbraucherzentrale herausfinden. Zudem sollten Sie die Kosten eines Energiespeichers prüfen. Wir empfehlen auch den Renditen-Rechner der Stiftung Warentest. Eine Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeisung ist ebenfalls möglich! Ein nachträglicher Wechsel ist ebenfalls machbar, muss jedoch dem Netzbetreiber bis zum 30.11. mitgeteilt werden, damit die Änderung im nächsten Jahr wirksam wird. Auch kleine Solaranlagen lohnen sich durchaus! Sie generieren Einnahmen durch die Einspeisevergütung und reduzieren gleichzeitig den Strombezug. Anlagen ohne Eigenverbrauch erhalten dabei höhere Vergütungen. Durch gesunkene Modulpreise und steigende Stromkosten sind sie attraktiver geworden. Eigenverbrauch ist besonders rentabel bei großen Preisunterschieden zwischen Netzstrom und selbst erzeugtem Strom. Der Ertrag variiert je nach Region und Ausrichtung der Anlage. Falls Sie den Strom nicht einspeisen möchten und keine Verbindung zum öffentlichen Stromnetz haben, z. B. bei einem Wohnmobil oder einer Gartenhütte, dann könnte eine Inselanlage für Sie in Frage kommen.

Mit diesen Entscheidungshilfen können Sie die für Sie optimale Nutzung Ihrer Solaranlage festlegen und von den Vorteilen profitieren.

3. Mieter/Vermieter

PV-Anlage als Mieter:
Als Mieter müssen Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten, bevor Sie eine Solar-Anlage installieren. Dieser darf nur Absagen, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt. Ein solcher Grund könnte sein:

  • Die Anlage ist baurechtlich nicht zulässig
  • Die Anlage stellt eine optische Beeinträchtigung dar
    (z. B. aufgrund von Denkmalschutz)
  • die Anlage wird nicht fachgerecht installiert

Wenn keiner dieser Gründe vorliegt, hat der Mieter sogar ein Recht auf Photovoltaik! Um Anmeldung und steuerliche Fragen muss der Mieter sich allerdings selbst kümmern. 

PV-Anlage als Vermieter:
Als Vermieter müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den erzeugten Strom gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz einspeisen, oder ihn direkt an Ihre Mieter weiterverkaufen wollen. Hierbei sollten Sie auch die Vergütung fürs Einspeisen an Ihrem Standort prüfen.

4. Planung 

Die meisten Schritte bei der Installation einer PV-Anlage können Sie selbst vornehmen. Es gibt aber bestimmte Schritte, für die Sie die Hilfe eines Elektrikers bzw. eines Fachbetriebes benötigen. Folgende Schritte können Sie selbst vornehmen:

  • Aufbau des Gerüstes 
    (falls Sie damit keine Erfahrung haben, empfehlen wir dringlichst, eine Firma dafür zu beauftragen oder einen Experten hinzuzuziehen)
  • Installation der Halterungen auf dem Dach
  • Installation der PV-Module
  • Anschluss der DC-Verkabelung
  • Aufbau von Wechselrichter und Spannungsschutz

Für folgende Schritte benötigen Sie einen zertifizierten Fachbetrieb:

  • Anschluss der Wechselspannungsseite
  • Einspeisung in das Hausnetz
  • Anschluss an das öffentliche Stromnetz

Für die Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs können Sie verschiedene Plattformen und Bewertungsportale nutzen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Anbietern einzuholen und sich vor der Beauftragung über Referenzen und Erfahrungen anderer Kunden zu informieren.

PV Konfigurator
Für die Planung Ihrer Solaranlage empfehlen wir unseren PV-Konfigurator. Nach der Eingabe Ihrer Daten analysieren wir Ihre individuelle Situation und schicken Ihnen kostenlos ein unverbindliches Angebot für alle Komponenten, die Sie für den Bau Ihrer Solaranlage benötigen. 

5. Genehmigungen
und Förderungen

Es gibt einige Genehmigungen, die Sie vor der Installation einer PV Anlage einholen müssen und Förderungen, die Sie gegebenenfalls beantragen können: 

Anmeldung Bundesnetzagentur/
Stammdatenregister:
Der Anlagenbetreiber ist dazu verpflichtet, die Solaranlage bei der Bundesnetzagentur in das Marktstammdatenregister eintragen zu lassen. Dies muss in dem Zeitraum von zwei Wochen vor bis zu einem Monat nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgen.

Registrierung beim Netzbetreiber:
Vor der Installation müssen Sie einen Antrag auf eine Netzverträglichkeitsprüfung bei Ihrem örtlichen Netzbetreiber stellen. Dies erfolgt in der Regel über den PV Bereich der Website Ihres Stromanbieters. Dort müssen Sie unter Anderem folgende Daten eingeben: Adresse, zukünftige Position der Anlage, Dachausrichtung, wie viel Strom eingespeist werden soll, Speicher bzw. Einspeisen, Adresse, IBAN für die Vergütung etc. Dann erhalten Sie eine Bestätigung und dürfen die Anlage in Betrieb nehmen. Innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme muss die Registrierung beim Netzbetreiber erfolgen. Dafür müssen Sie die Bestätigung der Bundesnetzagentur, das Inbetriebnahmeprotokoll, Datenblatt des Wechselrichters und das NA-Schutz Zertifikat einreichen.

Versicherung:
Es besteht keine Versicherungspflicht für Photovoltaikanlagen. Dennoch empfehlen wir einen gewissen Schutz, um potenzielle finanzielle Belastungen durch Schäden zu vermeiden. Die Einbindung der Anlage in die private Haftpflichtversicherung ist besonders wichtig, da Betreiber für Schäden haften, die Dritten durch die Anlage entstehen. Eine Mitversicherung in der Wohngebäudeversicherung bietet kostengünstig einen gewissen Grundschutz, während eine separate Photovoltaikversicherung einen umfassenderen Schutz bietet, der je nach individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann, aber auch teurer ist.

Anmeldung Finanzamt:
Sie müssen Ihre Solaranlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme beim Finanzamt anmelden. Bei dem Betrieb einer PV Einspeiseanlage ab 30 kWp werden Sie steuerlich zum Unternehmer. Bei Anlagen unter 30 kWp müssen Sie die Anlage auch beim Finanzamt anmelden, Ihre Gewinne aus der Einspeisevergütung würden aber in dem Fall nicht versteuert werden.

Bauantrag:
In vielen Fällen ist ein Bauantrag erforderlich, um die Installation der Solarmodule auf dem Dach genehmigen zu lassen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Module das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verändern.

Einspeisevertrag:
Für die Einspeisung von überschüssigem Strom ins Netz benötigen Sie in der Regel einen Einspeisevertrag mit Ihrem Netzbetreiber.

Denkmalschutz:
Wenn Ihr Gebäude unter Denkmalschutz steht, benötigen Sie möglicherweise eine zusätzliche Genehmigung für die Installation der PV-Anlage.

Gewerbeamt:
Anlagen mit einer Leistung von 30 kWp oder mehr müssen Sie beim Gewerbeamt anmelden. Kleinere Anlagen sind von der Gewerbesteuer ausgenommen. Als Vermieter benötigen Sie außerdem die Erlaubnis Ihres Vermieters. (siehe "Mieter und Vermieter")

Mögliche Förderungen

0% Förderung:
Seit dem 01.01.2023 fällt die Mehrwertsteuer auf 0% für jeden Käufer, der die Voraussetzungen die Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG erfüllt. Dies gilt nicht nur für die Solarmodule, sondern auch für Wechselrichter und alle anderen wesentlichen Komponenten einer PV Anlage sowie den Speicher. Mehr dazu finden Sie auf unserer Infoseite.

BAFA-Förderung:
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Förderungen für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen. Prüfen Sie die aktuellen Förderrichtlinien und Antragsmodalitäten auf der BAFA-Website.

KfW-Förderung:
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für die Installation von PV-Anlagen an. Informieren Sie sich über die verschiedenen Förderprogramme auf der KfW-Website:  https://www.kfw.de/kfw.de.html

Regionale Förderprogramme:
Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme für erneuerbare Energien an. Informieren Sie sich bei Ihrer regionalen Behörde über mögliche Förderungen.

6. PV Module

Es gibt verschiedene Arten von Photovoltaik Modulen:
Glas-Folien-Module:

  • Leicht, flexible Installation
  • Vergleichsweise geringere
    Haltbarkeit und Temperatur-
    Beständigkeit
  • Flexible Anwendung für
    jegliche Hausdächer

Glas-Glas-Module:

  • Langlebig, Temperaturbeständig
  • Geringe Degradation
  • Gergleichsweise hohes Gewicht und höhere Kosten
  • Geeignet für generelle Installation
  • Geeignet bei gewünschter langer Langlebigkeit

Bifaziale Module: 

  • Vergleichsweise höherer Energieertrag
  • Komplexere Installation
  • Vergleichsweise höhere Kosten
  • Geeignet für Zäune, Agri PV Anlagen, Flachdächer, Überdachungen

7. Wechselrichter

Ein Wechselrichter ist ein Gerät, das Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt, damit Solarpanels oder andere Gleichstromquellen Strom ins Stromnetz einspeisen können. Außerdem schützen sie das Stromnetz vor Überlastung.

Was für einen Wechselrichter brauche ich?
Wechselrichter gibt es in verschiedenen Typen, darunter zentrale Wechselrichter, die mehrere Module verbinden, und Mikrowechselrichter, die für jedes Modul individuell arbeiten. Die Wahl des richtigen Wechselrichters hängt von Ihren spezifischen Anforderungen und der Größe der PV-Anlage ab.


Hybrid Wechselrichter Einphasig:

  • Ein Stromführender Leiter
  • Zwischen 300 und max. 4.000 VA
  • Einfache Installation
  • Günstig in der Anschaffung
  • Stromerzeugung bei Stromausfall nicht möglich
  • Geeignet für kleinere Anlagen und Gebäude mit einphasigem Stromanschluss

Hybrid Wechselrichter Dreiphasig:

  • Drei stromführende Leiter
  • Hohe Nennleistung, max. 24.000 VA
  • Ermöglicht Speichern in Batterie
  • Notstromversorgung
  • komplexere Installation
  • Geeignet für größere Anlagen und Anlagen mit Energiespeicher

Mikro Wechselrichter:

  • Montage direkt am Modul
  • Module arbeiten unabhängig voneinander und sind einfach zu optimieren/zu erweitern
  • Ggf. höhere Kosten wegen der benötigten Anzahl an Wechselrichtern
  • Geeignet für Balkonkraftwerke und Anlagen, die unkompliziert erweiterbar sein sollen

Außerdem lassen sich Wechselrichter anhand von drei wichtigen Eigenschaften einteilen:

1. Leistung: Es gibt große Unterschiede bei der Leistung von Wechselrichtern. Typische Leistungen sind:

  • 5 - 10 kW bei privaten Hausdachanlagen
  • 10 - 20 kW bei gewerblichen Anlagen wie Hallen oder Scheunendächern
  • 500 - 800 kW für den Einsatz in Solar-Kraftwerken

2. Modul-Verschaltung: Hierbei geht es um die Verschaltung von Solar-Modulen und Wechselrichtern. Man unterscheidet zwischen String-, Multistring- und Zentral-Wechselrichtern:

  • String-Wechselrichter:
    • Ein String-Eingang
  • Multistring-Wechselrichter:
    • Zwei oder mehr String-Eingänge
    • Jeweils eigener MPP-Tracker (Maximum Power Point)
    • Sinnvoll, wenn die PV-Anlage aus unterschiedlich ausgerichteten Teilflächen besteht oder teilweise verschattet wird
  • Zentral-Wechselrichter:
    • Größere Leistung
    • Nur ein MPP-Tracker
    • Geeignet für Großanlagen

3. Schaltungstopologie: Man unterscheidet zwischen ein- und dreiphasigen Wechselrichtern sowie Wechselrichtern mit und ohne Transformator.

  • Einphasige Wechselrichter: Meistens für kleine Anlagen
  • Dreiphasige Wechselrichter: Für größere Anlagen oder mehrere einphasige Wechselrichter

Ein Transformator dient der galvanischen Trennung und ermöglicht die Erdung der Solar-Module, was für einige Modultypen notwendig ist. Transformatorlose Wechselrichter werden, wenn möglich, bevorzugt, da sie kleiner und leichter sind und einen höheren Wirkungsgrad aufweisen.

8. Stromspeicher

Ein Stromspeicher speichert überschüssige Energie, die von der PV-Anlage erzeugt wird, zur späteren Verwendung. Er wird im Haus installiert und mit der PV-Anlage sowie dem Verteilerkasten verkabelt.

Welchen Stromspeicher benötige ich? Die Faustformel lautet: 1 - 1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp Leistung der Solaranlage. Der eigene Jahresverbrauch sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Zudem sind folgende Faktoren zu beachten:

Batterieanbindung:

  • AC-gekoppelte Systeme: Flexibler in der Anwendung.
  • DC-gekoppelte Systeme: Haben geringere Verluste und sind kosteneffizienter.

Speicherkapazität: Die nutzbare Speicherkapazität in kWh ist entscheidend. Die Nettokapazität berücksichtigt die tatsächlich verfügbare Energiemenge nach Berücksichtigung der Entladetiefe.

Wirkungsgrad: Ein höherer Wirkungsgrad (zwischen 90 und 98%) bedeutet weniger Energieverluste. Der Gesamtwirkungsgrad des Systems ist besonders aussagekräftig.

Ladeleistung: Die Leistung des Speichers in kW beeinflusst, wie schnell er geladen und entladen werden kann. Eine hohe Ladeleistung ermöglicht schnelles Aufladen bei Sonnenschein.

Entladetiefe: Sie gibt an, wie tief die Batterien entladen werden können. Eine höhere Entladetiefe (80-98%) bedeutet eine effizientere Nutzung der Speicherkapazität.

Batteriematerial: Lithium-Ionen-Batterien, insbesondere Lithium-Eisenphosphat, haben eine längere Lebensdauer, einen höheren Wirkungsgrad und sind umweltschonender als Blei-Akkus.

Lebensdauer: Die Lebensdauer variiert (10-20 Jahre) und ist abhängig von der Nutzung und dem Standort. Mindestens 5000 Ladezyklen sollten unterstützt werden. Die meisten Hersteller bieten eine 10-jährige Garantie auf die Batterie, jedoch nicht immer auf die Elektronik des Systems.

Speicherarten:

  • AC-Batteriespeicher (alternating current):
    • Werden an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, in dem Wechselstrom fließt.
    • Die Energie wird als Gleichstrom gespeichert.
  • DC-Batteriespeicher (direct current):
    • Werden direkt an die PV-Module angeschlossen, die Gleichstrom erzeugen.
    • Die Energie wird als Gleichstrom gespeichert.

Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren können Sie den passenden Stromspeicher für Ihre PV-Anlage auswählen und so die Effizienz und Unabhängigkeit Ihrer Energieversorgung maximieren.

9. Verschaltung

Die Verschaltung von Solarmodulen ist entscheidend für die Effizienz einer Solaranlage. Durch das Schalten der Module in Reihe erhöht sich die Spannung, während der Strom konstant bleibt. Dies ermöglicht die erforderliche Spannung für den Wechselrichter. Allerdings können Leistungsverluste durch den schwächsten Bestandteil der Reihe auftreten, sei es durch Schatten, Verschmutzung oder ein defektes Modul. Bypass-Dioden werden eingesetzt, um den Strom um beeinträchtigte Zellen herumzuleiten und die Gesamtleistung zu optimieren.

Wichtige Komponenten:

  • Stromstörer: Kontrollieren unerwünschte Ströme in den PV-Modulen.
  • MPP-Tracker (Maximum Power Point Tracker): Maximieren die Effizienz, indem sie den optimalen Punkt zwischen Strom und Spannung ermitteln und sicherstellen, dass die Module im optimalen Leistungsbereich arbeiten.

Jedes Modul verfügt über zwei etwa einen Meter lange Kabel. Die Solarmodule, die einen String, also eine Reihe, bilden, werden in Reihe geschaltet. Das Kabel muss dann mit dem Wechselrichter verbunden werden. Für diesen Schritt sollten Sie sich mit Ihrem Elektriker absprechen.

Für die Vernetzung zwischen Wechselrichter und Stromnetz ist ein Techniker erforderlich; diesen Schritt dürfen Sie nicht eigenständig vornehmen.

Durch eine sorgfältige Planung und Verschaltung Ihrer Solarmodule können Sie die Effizienz und Leistung Ihrer PV-Anlage maximieren.

10. Montage

Vorbereitung: Bevor Sie die PV-Anlage montieren, sollten Sie sicherstellen, dass alle vorherigen Aspekte erfüllt sind:

  • Haben Sie alle Gegebenheiten der PV-Anlage geplant bzw. planen lassen?
  • Haben Sie den Netzbetreiber über die geplante Installation informiert und alle technischen Voraussetzungen sowie eventuell erforderliche Genehmigungen geklärt?
  • Haben Sie einen zertifizierten Fachbetrieb oder Elektriker für die Anschlüsse und die Einspeisung ins Hausnetz bzw. das öffentliche Stromnetz ausgewählt?
  • Haben Sie alle Komponenten und Werkzeuge, die für die Montage benötigt werden, bereitgelegt?
  • Wenn Sie ein älteres Dach haben: Prüfen Sie die Tragfähigkeit und analysieren Sie die Dachziegel (siehe "Ihr Standort").

Montage-Schritte:

  1. Sorgfältige Planung:
    • Kontaktieren Sie einen Techniker und beziehen Sie ihn direkt in die Planung mit ein (in späteren Schritten ist ein Techniker zwingend notwendig).
  2. Netzbetreiber kontaktieren:
    • Informieren Sie Ihren örtlichen Netzbetreiber über die geplante Installation einer PV-Anlage. Klären Sie technische Voraussetzungen und erforderliche Genehmigungen.
  3. Abschattungen entfernen:
    • Entfernen Sie alle Hindernisse und Abschattungen, die den Lichteinfall auf die Solarmodule beeinträchtigen können, um die Effizienz der Anlage zu optimieren.
  4. Vorbereitung:
    • Legen Sie alle benötigten Materialien bereit und checken Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller. Bauen Sie Ihr Gerüst auf.
  5. Solaranlage konstruieren:
    • Platzieren Sie die Solarmodule gemäß den vorherigen Berechnungen und der Ausrichtung des Daches. Verwenden Sie geeignetes Montagematerial, um die Module sicher und stabil zu befestigen.
  6. Verkabelung der Solarmodule:
    • Dies sollte in Absprache mit einem Elektriker vorgenommen werden. Verlegen Sie die DC-Verkabelung von den Solarmodulen zum Wechselrichter.
  7. Wechselrichter und AC-Verkabelung:
    • Der Wechselrichter muss von einem Elektriker mit der AC-Verkabelung und dem Hausnetz verbunden werden.
  8. Solaranlage anmelden:
    • Melden Sie die Inbetriebnahme der PV-Anlage beim Netzbetreiber an. Beachten Sie eventuell erforderliche Anträge für die Einspeisung und die Abrechnung des erzeugten Stroms.

Für die Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs oder Elektrikers können Sie verschiedene Plattformen und Bewertungsportale nutzen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Anbietern einzuholen und sich vor der Beauftragung über Referenzen und Erfahrungen anderer Kunden zu informieren.

Montagebeispiel Ziegeldach
Im Folgenden wird die Montage einer PV-Anlage auf einem Ziegeldach Schritt für Schritt erklärt. Weitere Details finden Sie auch in unseren YouTube-Videos, die die einzelnen Schritte erklären.

Vorbereitung:

  • Planen Sie alles sorgfältig, bevor Sie mit der Installation beginnen.
  • Kontaktieren Sie vor der Installation einen Elektriker, der das Projekt später abnimmt und die Anlage mit dem Strom verbindet (der Elektriker ist für spätere Schritte sowieso unerlässlich).
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie alle notwendigen Genehmigungen eingeholt haben (siehe "Genehmigungen/Förderungen").
  • Prüfen Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.
  • Legen Sie alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit und bauen Sie Ihr Gerüst auf.
  • Ermitteln Sie, wo genau die Dachsparren in Ihrem Dach sind.

Montage:

  1. Dachhaken:
    • Entfernen Sie die Ziegel an den Stellen, wo sich die Dachsparren befinden.
    • Schaffen Sie ggf. eine bessere Auflagefläche, z. B. durch Holzstücke.
    • Schrauben Sie den Dachhaken auf dem Sparren fest. Achten Sie darauf, dass der Haken auf dem Sparren und nicht auf der Konterlattung montiert wird.
    • Achten Sie auf die angegebenen Mindestabstände.
    • Legen Sie den Dachziegel auf und markieren Sie, was vom Ziegel ausgeschnitten werden muss. Dadurch lastet das Gewicht der PV-Anlage nicht auf dem Ziegel.
    • Fixieren Sie den Dachhaken mit einer Ratsche. Wiederholen Sie diese Schritte, bis alle Dachhaken auf dem Dach montiert sind.

Wichtig:

  • Bei einer Aluschiene von ca. 2,40 m werden mindestens 2, am besten 3 Dachhaken verwendet.
  • Bei einer Aluschiene von ca. 4,80 m werden mindestens 4, am besten 5 Dachhaken verwendet.

Diese Schritte helfen Ihnen, Ihre PV-Anlage sicher und effizient zu montieren.

2. Aluschienen, Module, Klemmen

  1. Befestigung der Aluschienen:
    • Befestigen Sie die Aluschienen auf den bereits montierten Dachhaken.
    • Wenn Sie mehrere Aluschienen kombinieren, verbinden Sie die einzelnen Schienen zunächst mit den Verbindungsstücken (2 Verbindungsstücke pro Schienenpaar).
  2. Montage der PV-Module:
    • Setzen Sie die PV-Modules auf die Aluschienen.
    • Zwischen den Modulen sollte ein Abstand von ca. 20 mm sein.
    • Verkabeln Sie die Module mit dem MC4 Verteilersystem.
  3. Befestigung der Klemmen:
    • Befestigen Sie jeweils 2 Mittelklemmen zwischen 2 Modulen.
    • Wichtig: Ziehen Sie die Schrauben nicht zu fest an, um Schäden zu vermeiden. Der Drehmomentschlüssel sollte auf 14-16 Nm eingestellt sein. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle Klemmen.
    • Befestigen Sie jeweils 2 Endklemmen an den Enden der Modulreihen.
    • Wichtig: Auch hier sollten die Schrauben nicht zu fest angezogen werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Der Drehmomentschlüssel sollte auf 12-14 Nm eingestellt sein. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle Klemmen.
    • Überprüfen Sie, ob alle Module und Klemmen richtig montiert wurden.
    • Setzen Sie die Aluschienenkappen auf die Enden der Aluschienen.

3. Verkabelung

  • Die Verkabelung der Module dürfen Sie selbst vornehmen, dabei ist jedoch eine Absprache mit Ihrem Techniker dringend zu empfehlen.
  • Legen Sie fest, welche Module in einem String verschaltet werden sollen. An den Modulen sind zwei ca. ein Meter lange Kabel, einmal + und einmal -.
  • Die Module pro String (Reihe) müssen dann in Reihe geschaltet werden.
  • Verkabelung der Module mit dem Wechselrichter (hinter dem Wechselrichter sollte eine Sicherung angebracht sein, die mit einem Zähler verbunden ist).
  • Für die Verbindung der Module mit dem Hausnetz ist ein Elektriker zwingend erforderlich, diesen Schritt dürfen Sie nicht selbst durchführen.

Montagebeispiel Flachdach

Im Folgenden wird die Montage einer PV-Anlage auf einem Flachdach Schritt für Schritt erklärt. In Zukunft werden dazu Beispiele auf unserem YouTube-Kanal verfügbar sein.

Vorbereitung:

  • Planen Sie alles sorgfältig, bevor Sie mit der Installation beginnen.
  • Kontaktieren Sie vor der Installation einen Elektriker, der das Projekt später abnimmt und die Anlage mit dem Strom verbindet (der Elektriker ist für spätere Schritte sowieso unerlässlich).
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie alle notwendigen Genehmigungen eingeholt haben (siehe "Genehmigungen/Förderungen").
  • Prüfen Sie die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.
  • Legen Sie alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit.
  • Ermitteln Sie, wo die Dachsparren in Ihrem Dach sind.

Montage:

  1. Konstruktion, Schienen, Module:
    • Befestigen Sie das jeweilige Montagegestell auf Ihrem Flachdach (es muss sicher und stabil sein).
    • Positionieren Sie die Unterkonstruktionen gemäß der vorherigen Planungen und Markierungen.
    • Falls nötig, kombinieren Sie Ihre Aluschienen mit Hilfe der Verbindungsstücke, sodass Sie die benötigte Länge erhalten.
    • Montieren Sie die Aluschienen auf den bereits befestigten Montagegestellen.
    • Setzen Sie die PV-Module auf die Aluschienen (zwischen den Modulen muss ein Abstand von 20 mm bestehen).

Mit diesen detaillierten Schritten können Sie sicherstellen, dass Ihre PV-Anlage effizient und korrekt montiert wird.

2. Klemmen

    1. Befestigung der Mittelklemmen:
      • Befestigen Sie die Mittelklemmen zwischen den Modulen.
      • Achten Sie darauf, die Klemmen nicht zu fest zu ziehen, um Beschädigungen an den Modulen zu vermeiden.
      • Der Drehmomentschlüssel sollte auf 14-16 Nm eingestellt werden.
    2. Befestigung der Endklemmen:
      • Befestigen Sie die Endklemmen an den Enden der Modulreihen.
      • Achten Sie darauf, die Klemmen nicht zu fest zu ziehen, um Beschädigungen an den Modulen zu vermeiden.
      • Der Drehmomentschlüssel sollte auf 12-14 Nm eingestellt werden.
    3. Überprüfung:
      • Überprüfen Sie sorgfältig, ob alle Module und Klemmen korrekt montiert wurden.
      • Setzen Sie die Aluschienenkappen auf die Enden der Aluschienen.

    3. Verkabelung

    • Die Verkabelung der Module dürfen Sie selbst vornehmen, dabei ist jedoch eine Absprache mit Ihrem Techniker dringend zu empfehlen.
    • Legen Sie fest, welche Module in einem String verschaltet werden sollen. An den Modulen sind zwei ca. ein Meter lange Kabel, einmal + und einmal -.
    • Die Module pro String (Reihe) müssen dann in Reihe geschaltet werden.
    • Verkabelung der Module mit dem Wechselrichter (hinter dem Wechselrichter sollte eine Sicherung angebracht sein, die mit einem Zähler verbunden ist).
    • Für die Verbindung der Module mit dem Hausnetz ist ein Elektriker zwingend erforderlich, diesen Schritt dürfen Sie nicht selbst durchführen.

    11. Überwachung und
    Wartung

    Wartung:

    • Überprüfen Sie regelmäßig die Solarmodule auf Verschmutzungen, Beschädigungen oder Verschleiß.
    • Reinigen Sie die Module mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm, um Ablagerungen und Schmutz zu entfernen, die die Leistung der Anlage beeinträchtigen können.

    Überwachung des Energieertrags:

    • Nutzen Sie das Monitoring-System der PV-Anlage, um den täglichen und monatlichen Energieertrag zu überwachen.
    • Vergleichen Sie die ermittelten Ertragsdaten mit den prognostizierten Werten, um die Effizienz der Anlage zu überprüfen und ggf. Anpassungen vorzunehmen.

    Durch regelmäßige Wartung und Überwachung können Sie sicherstellen, dass Ihre PV-Anlage optimal funktioniert und einen hohen Energieertrag liefert.