1. dein Standort
Bitte überlege dir sorgfältig, wo genau du deine PV-Anlage positionieren möchtest: auf dem Dach, der Garage oder dem Balkon – es gibt zahlreiche Möglichkeiten! Prüfe die Standortbedingungen, wie zum Beispiel die Dachausrichtung und mögliche Verschattungen. Es ist wichtig, auch benachbarte Grundstücke zu berücksichtigen, auf denen zukünftig Schattenquellen wie neue Gebäude oder wachsende Bäume entstehen könnten. Mit unserem Photovoltaik-Planer kannst du ganz einfach deine Daten eingeben und erhalten von uns kostenlos ein unverbindliches Angebot.
Ausrichtung der Solaranlage:
Die Ausrichtung der Solaranlage spielt eine entscheidende Rolle, da sie den Ertrag der Anlage maßgeblich beeinflusst. Je nach Ausrichtung variieren die Spitzenzeiten der Stromerzeugung, also die Tageszeiten, an denen die Module besonders viel Strom produzieren. Die jeweiligen Vorteile der verschiedenen Ausrichtungen haben wir im folgenden Abschnitt erläutert.
Bei einem Flachdach kannst du die Ausrichtung der Anlage frei wählen. Bei einem Steildach solltest du die bestehende Dachausrichtung analysieren. Dafür gibt es verschiedene Methoden:
- Google Earth: Hier sind Dachausrichtung und mögliche Verschattungen erkennbar.
- Bauplan: Im Bauplan des Hauses ist die Ausrichtung des Daches in der Regel vermerkt.
- Kompass: Mit einem Kompass kannst du die Ausrichtung des Daches direkt bestimmen.
Nutze diese Hilfsmittel, um die optimale Ausrichtung für deine Solaranlage festzulegen und den maximalen Ertrag zu erzielen.
Südliche Ausrichtung:
Peak zur Mittagszeit
Bei einer Süd-Süd Ausrichtung ist der Höhepunkt des Ertrags zur Mittagszeit. Falls du mittags den meisten Strom verbrauchst, z. B. durch die Nutzung von elektrischen Geräten oder Laden des E-Autos, ist eine Süd-Süd Ausrichtung für dich optimal. Falls du den meisten Strom am Morgen oder Abend verbrauchst, könnte ein Stromspeicher die Lösung sein, durch den du den von dir erzeugten Strom zu einer von dir gewünschten Zeit verbrauchen können.
Westliche Ausrichtung:
Peak Spätnachmittags/Abends
Bei einer westlichen Ausrichtung ist der Höhepunkt spätnachmittags/Abends. Falls du zu diesen Zeiten am meisten Strom verbrauchst, z. B. durch die Nutzung Elektrischer Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Laden des E-Autos, ist eine westliche Ausrichtung für dich optimal. Da du dann den selbst erzeugten Strom zu der Zeit verbrauchst, in der die PV-Anlage am meisten Strom generiert, brauchst du auch keinen Stromspeicher.
Östliche Ausrichtung:
Peak Morgens
Bei einer östlichen Ausrichtung ist der Höhepunkt Morgens. Falls du zu diesen Zeiten am meisten Strom verbrauchst, z. B. durch die Nutzung Elektrischer Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Laden des E-Autos, ist eine westliche Ausrichtung für dich optimal. Da du dann den selbst erzeugten Strom zu der Zeit verbrauchst, in der die PV-Anlage am meisten Strom generiert, brauchst du auch keinen Stromspeicher.
Eine Kombination aus Ost- und Westausrichtung ist sinnvoll, weil so die Vorteile der beiden Ausrichtungen vereint werden.
So kann sowohl die Morgensonne, als auch die Abendsonne effektiv genutzt werden:
Nördliche Ausrichtung:
Im Vergleich am wenigsten Ertrag
- Kann durch Neigung des Daches “ausgeglichen” werden
(siehe weiter unten: Beispiel Rechnerphotovoltaik.de) - Bei diffusem Licht: gleicher Ertrag wie bei Südausrichtung
Neigung der Solaranlage
Die optimale Neigung für Solaranlagen wird erreicht, wenn das Sonnenlicht senkrecht (im 90° Winkel) auf die Solarzellen trifft. Da die Sonne im Tages- und Jahresverlauf wandert, ist dies nicht immer möglich. In Deutschland beträgt die ideale Neigung für eine PV-Anlage bei südlicher Ausrichtung 30-40°.
- Ausrichtung nach Osten/Westen: Je mehr die Anlage nach Osten oder Westen ausgerichtet ist, desto flacher sollte die Neigung des Daches sein.
- Dachneigung optimieren: Die Dachneigung lässt sich durch Aufständerungen anpassen:
- Trapezblech-Aufständerung: Geeignet für kleinere Differenzen.
- Dreiecksstützen: Geeignet für größere Differenzen.
- Breitengrad: Der Breitengrad bestimmt den idealen Neigungswinkel der Module. Je näher der Standort der PV-Anlage an den Polen liegt, desto steiler sollte der Neigungswinkel sein.
Durch die richtige Neigung der Solaranlage kannst du die Effizienz und den Ertrag deiner PV-Anlage maximieren.
Vorgehensweise, wenn die Tragfähigkeit
des Daches unklar ist:

1. Recherche und Dokumentation
Sammle alle verfügbaren Informationen über dein Dach:
Bauzeichnungen, Alter des Daches, Material etc.
2. Fachmann hinzuziehen
Such dir einen qualifizierten Bauingenieur oder Statiker in deiner Nähe, der
Erfahrungen mit Tragfähigkeiten von Dächern und PV Anlagen hat, z. B. über die
Seite der Bausachverständigen.

3. Vor-Ort Beurteilung
Mach mit dem Ingenieur einen Termin für eine
Vor-Ort-Beurteilung der Tragfähigkeit deines Daches aus.
4. Ergebnis und Planung
Du erhältst nach der Beurteilung einen Ergebnisbericht des Ingenieurs
mit einem Maßnahmenplan für die Installation einer PV-Anlage.

5. Installation
Nach Bestätigung der Tragfähigkeit und ggf. Der Durchführung von
Verstärkungsmaßnahmen des Daches kann die PV-Anlage installiert werden.
2. Energiebedarf
Ermittle deinen Stromverbrauch

Prüfe, wie hoch dein Stromverbrauch ist. Die einfachste Methode, den eigenen Stromverbrauch zu ermitteln, ist die Überprüfung der letzten Stromrechnung. Hier kannst du ablesen, wie viel Strom du in einem bestimmten Zeitraum verbraucht hast. Achte dabei darauf, ob die Angaben in kWh (Kilowattstunden) oder mWh (Megawattstunden) gemacht wurden.
Alternativ kann ein Energietagebuch geführt werden. Hierfür kannst du beispielsweise morgens und Abends, falls möglich auch täglich, den Stromzähler überprüfen. Dadurch kannst du ein Gefühl dafür erlangen, wie viel Strom du verbrauchst und wann du Strom verbrauchst. Das ist eine wichtige Grundlage, um die Ausrichtung und Größe der PV Anlage zu ermitteln.
Eigenverbrauch oder Einspeisen - Was ist besser?
Eigenverbrauch | Einspeisung ins Netz | |
Vorteile |
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Nachteile |
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Entscheidungshilfen
Wenn du den Großteil deines Stroms während der Sonnenstunden verbrauchen bzw. zum Peak deiner Anlage (siehe oben bei "Energiebedarf - Dachausrichtung"), ist der Eigenverbrauch des Stroms meist am sinnvollsten. Falls du dich für die Einspeisung ins öffentliche Netz entscheiden, solltest du sich über die Höhe der Vergütung informieren. Dies kannst du auf der Seite der Verbraucherzentrale herausfinden. Zudem solltest du die Kosten eines Energiespeichers prüfen. Wir empfehlen auch den Renditen-Rechner der Stiftung Warentest. Eine Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeisung ist ebenfalls möglich! Ein nachträglicher Wechsel ist ebenfalls machbar, muss jedoch dem Netzbetreiber bis zum 30.11. mitgeteilt werden, damit die Änderung im nächsten Jahr wirksam wird. Auch kleine Solaranlagen lohnen sich durchaus! Du generierst Einnahmen durch die Einspeisevergütung und reduzieren gleichzeitig den Strombezug. Anlagen ohne Eigenverbrauch erhalten dabei höhere Vergütungen. Durch gesunkene Modulpreise und steigende Stromkosten sind sie attraktiver geworden. Eigenverbrauch ist besonders rentabel bei großen Preisunterschieden zwischen Netzstrom und selbst erzeugtem Strom. Der Ertrag variiert je nach Region und Ausrichtung der Anlage. Falls du den Strom nicht einspeisen möchtest und keine Verbindung zum öffentlichen Stromnetz haben, z. B. bei einem Wohnmobil oder einer Gartenhütte, dann könnte eine Inselanlage für dich in Frage kommen. Mit diesen Entscheidungshilfen kannst du die für dich optimale Nutzung deiner Solaranlage festlegen und von den Vorteilen profitieren.
3. Mieter/Vermieter
PV-Anlage als Mieter:
Als Mieter musst du deinen Vermieter um Erlaubnis bitten, bevor du eine Solar-Anlage installierst. Dieser darf nur absagen, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt. Ein solcher Grund könnte sein:
- Die Anlage ist baurechtlich nicht zulässig
- Die Anlage stellt eine optische Beeinträchtigung dar
(z. B. aufgrund von Denkmalschutz) - die Anlage wird nicht fachgerecht installiert
Wenn keiner dieser Gründe vorliegt, hat der Mieter sogar ein Recht auf Photovoltaik!
Um Anmeldung und steuerliche Fragen muss der Mieter sich allerdings selbst kümmern.

PV-Anlage als Vermieter:
Als Vermieter musst du dich entscheiden, ob du den erzeugten Strom gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz einspeist oder ihn direkt an deine Mieter weiterverkaufen wollen. Hierbei solltest du auch die Vergütung fürs Einspeisen an deinem Standort prüfen.
4. Planung und Installation
Die meisten Schritte bei der Installation einer PV-Anlage kannst du selbst vornehmen. Es gibt aber bestimmte Schritte, für die du die Hilfe eines Elektrikers bzw. eines Fachbetriebes benötigen. Folgende Schritte kannst du selbst vornehmen:
- Aufbau des Gerüstes
(falls du damit keine Erfahrung hast, empfehlen wir dringend,
eine Firma dafür zu beauftragen oder einen Experten hinzuzuziehen) - Installation der Halterungen auf dem Dach
- Installation der PV-Module
- Anschluss der DC-Verkabelung
- Aufbau von Wechselrichter und Spannungsschutz

Für folgende Schritte brauchst du einen zertifizierten Fachbetrieb:
- Anschluss der Wechselspannungsseite
- Einspeisung in das Hausnetz
- Anschluss an das öffentliche Stromnetz
Für die Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs kannst du verschiedene Plattformen und Bewertungsportale nutzen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Anbietern einzuholen und sich vor der Beauftragung über Referenzen und Erfahrungen anderer Kunden zu informieren.
PV Konfigurator
Für die Planung deiner Solaranlage empfehlen wir unseren Photovoltaik-Planer.
Nach der Eingabe deiner Daten analysieren wir deine individuelle Situation und schicken dir kostenlos ein unverbindliches Angebot für alle Komponenten, die du für den Bau deiner Solaranlage brauchst.
5. Genehmigungen und Förderungen
Es gibt einige Genehmigungen, die du vor der Installation einer PV-Anlage einholen musst, und Förderungen, die du gegebenenfalls beantragen können:
Anmeldung Bundesnetzagentur/Stammdatenregister:
Der Anlagenbetreiber ist dazu verpflichtet, die Solaranlage bei der Bundesnetzagentur in das Marktstammdatenregister eintragen zu lassen. Dies muss in dem Zeitraum von zwei Wochen vor bis zu einem Monat nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgen.
Registrierung beim Netzbetreiber:
Vor der Installation musst du einen Antrag auf eine Netzverträglichkeitsprüfung bei deinem örtlichen Netzbetreiber stellen. Dies erfolgt in der Regel über den PV Bereich der Website deines Stromanbieters. Dort musst du unter anderem folgende Daten eingeben: Adresse, zukünftige Position der Anlage, Dachausrichtung, wie viel Strom eingespeist werden soll, Speicher bzw. Einspeisen, Adresse, IBAN für die Vergütung etc. Dann erhältst du eine Bestätigung und dürfen die Anlage in Betrieb nehmen. Innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme muss die Registrierung beim Netzbetreiber erfolgen. Dafür musst du die Bestätigung der Bundesnetzagentur, das Inbetriebnahmeprotokoll, Datenblatt des Wechselrichters und das NA-Schutz Zertifikat einreichen.
Versicherung:
Es besteht keine Versicherungspflicht für Photovoltaikanlagen. Dennoch empfehlen wir einen gewissen Schutz, um potenzielle finanzielle Belastungen durch Schäden zu vermeiden. Die Einbindung der Anlage in die private Haftpflichtversicherung ist besonders wichtig, da Betreiber für Schäden haften, die Dritten durch die Anlage entstehen. Eine Mitversicherung in der Wohngebäudeversicherung bietet kostengünstig einen gewissen Grundschutz, während eine separate Photovoltaikversicherung einen umfassenderen Schutz bietet, der je nach individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann, aber auch teurer ist.
Anmeldung Finanzamt:
Du musst deine Solaranlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme beim Finanzamt anmelden. Bei dem Betrieb einer PV Einspeiseanlage ab 30 kWp wirst du steuerlich zum Unternehmer. Bei Anlagen unter 30 kWp musst du die Anlage auch beim Finanzamt anmelden, deine Gewinne aus der Einspeisevergütung würden aber in dem Fall nicht versteuert werden.
Bauantrag:
In vielen Fällen ist ein Bauantrag erforderlich, um die Installation der Solarmodule auf dem Dach genehmigen zu lassen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Module das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verändern.
Einspeisevertrag:
Für die Einspeisung von überschüssigem Strom ins Netz brauchst du in der Regel einen Einspeisevertrag mit deinem Netzbetreiber.
Denkmalschutz:
Wenn dein Gebäude unter Denkmalschutz steht, brauchst du möglicherweise eine zusätzliche Genehmigung für die Installation der PV-Anlage.
Gewerbeamt:
Anlagen mit einer Leistung von 30 kWp oder mehr musst du beim Gewerbeamt anmelden. Kleinere Anlagen sind von der Gewerbesteuer ausgenommen. Als Vermieter brauchst du außerdem die Erlaubnis deines Vermieters. (siehe "Mieter und Vermieter")
Mögliche Förderungen
0% Förderung:
Seit dem 01.01.2023 fällt die Mehrwertsteuer auf 0% für jeden Käufer, der die Voraussetzungen die Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG erfüllt. Dies gilt nicht nur für die Solarmodule, sondern auch für Wechselrichter und alle anderen wesentlichen Komponenten einer PV Anlage sowie den Speicher. Mehr dazu findest du auf unserer Informationsseite.
BAFA-Förderung:
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Förderungen für den Kauf und die Installation von PV-Anlagen. Prüfe die aktuellen Förderrichtlinien und Antragsmodalitäten auf der BAFA-Website.
KfW-Förderung:
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für die Installation von PV-Anlagen an. Informiere dich über die verschiedenen Förderprogramme auf der KfW-Website.
Regionale Förderprogramme:
Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme für erneuerbare Energien an. Informiere dich bei deiner regionalen Behörde über mögliche Förderungen.

6. PV Module
Es gibt verschiedene Arten von Photovoltaik Modulen. In der folgenden Tabelle
findest du die verschiedenen Arten inklusive Vor- und Nachteile:
Solarmodul | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
Glas-Folien-Module | Leicht Flexible Installation | geringere Haltbarkeit weniger Temperaturbeständig | flexible Anwendungen jegliche Hausdächer |
Glas-Glas-Modules | langlebig Temperaturbeständig geringe Degradation | schwerer höhere Kosten | generelle Installationen bei gewünschter hoher Langlebigkeit jegliche Hausdächer |
Bifaziale Module | höhere Energieausbeute Optimierung des Energieertrags | komplexe Installation höhere Kosten | Zäune, Agri PV Anlagen, Flachdächer, Überdachungen |

7. Wechselrichter
Ein Wechselrichter ist ein Gerät, das Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt, damit Solarpanels oder andere Gleichstromquellen Strom ins Stromnetz einspeisen können. Außerdem schützen sie das Stromnetz vor Überlastung.
Was für einen Wechselrichter brauche ich?
Wechselrichter gibt es in verschiedenen Typen, darunter zentrale Wechselrichter, die mehrere Module verbinden, und Mikrowechselrichter, die für jedes Modul individuell arbeiten. Die Wahl des richtigen Wechselrichters hängt von deinen spezifischen Anforderungen und der Größe der PV-Anlage ab:
Wechselrichter | Eigenschaften | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
Hybrid Wechselrichter Einphasig |
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Hybrid Wechselrichter Dreiphasig |
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Mikro Wechselrichter |
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Außerdem lassen sich Wechselrichter anhand von drei wichtigen Eigenschaften einteilen:
1. Leistung: Es gibt große Unterschiede bei der Leistung von Wechselrichtern. Typische Leistungen sind:
- 5 - 10 kW bei privaten Hausdachanlagen
- 10 - 20 kW bei gewerblichen Anlagen wie Hallen oder Scheunendächern
- 500 - 800 kW für den Einsatz in Solar-Kraftwerken
2. Modul-Verschaltung: Hierbei geht es um die Verschaltung von Solar-Modulen und Wechselrichtern. Man unterscheidet zwischen String-, Multistring- und Zentral-Wechselrichtern:
- String-Wechselrichter:
- Ein String-Eingang
- Multistring-Wechselrichter:
- Zwei oder mehr String-Eingänge
- Jeweils eigener MPP-Tracker (Maximum Power Point)
- Sinnvoll, wenn die PV-Anlage aus unterschiedlich ausgerichteten Teilflächen besteht oder teilweise verschattet wird
- Zentral-Wechselrichter:
- Größere Leistung
- Nur ein MPP-Tracker
- Geeignet für Großanlagen
3. Schaltungstopologie: Man unterscheidet zwischen ein- und dreiphasigen Wechselrichtern sowie Wechselrichtern mit und ohne Transformator.
- Einphasige Wechselrichter: Meistens für kleine Anlagen
- Dreiphasige Wechselrichter: Für größere Anlagen oder mehrere einphasige Wechselrichter
Ein Transformator dient der galvanischen Trennung und ermöglicht die Erdung der Solar-Module, was für einige Modultypen notwendig ist. Transformatorlose Wechselrichter werden, wenn möglich, bevorzugt, da sie kleiner und leichter sind und einen höheren Wirkungsgrad aufweisen.
8. Stromspeicher

Ein Stromspeicher speichert überschüssige Energie, die von der PV-Anlage erzeugt wird, zur späteren Verwendung. Er wird im Haus installiert und mit der PV-Anlage sowie dem Verteilerkasten verkabelt.
Welchen Stromspeicher benötige ich? Die Faustformel lautet: 1 - 1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp Leistung der Solaranlage. Der eigene Jahresverbrauch sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Zudem sind folgende Faktoren zu beachten:
Batterieanbindung:
- AC-gekoppelte Systeme: Flexibler in der Anwendung.
- DC-gekoppelte Systeme: Haben geringere Verluste und sind kosteneffizienter.
Speicherkapazität: Die nutzbare Speicherkapazität in kWh ist entscheidend. Die Nettokapazität berücksichtigt die tatsächlich verfügbare Energiemenge nach Berücksichtigung der Entladetiefe.
Wirkungsgrad: Ein höherer Wirkungsgrad (zwischen 90 und 98%) bedeutet weniger Energieverluste. Der Gesamtwirkungsgrad des Systems ist besonders aussagekräftig.
Ladeleistung: Die Leistung des Speichers in kW beeinflusst, wie schnell er geladen und entladen werden kann. Eine hohe Ladeleistung ermöglicht schnelles Aufladen bei Sonnenschein.
Entladetiefe: Sie gibt an, wie tief die Batterien entladen werden können. Eine höhere Entladetiefe (80-98%) bedeutet eine effizientere Nutzung der Speicherkapazität.
Batteriematerial: Lithium-Ionen-Batterien, insbesondere Lithium-Eisenphosphat, haben eine längere Lebensdauer, einen höheren Wirkungsgrad und sind umweltschonender als Blei-Akkus.
Lebensdauer: Die Lebensdauer variiert (10-20 Jahre) und ist abhängig von der Nutzung und dem Standort. Mindestens 5000 Ladezyklen sollten unterstützt werden. Die meisten Hersteller bieten eine 10-jährige Garantie auf die Batterie, jedoch nicht immer auf die Elektronik des Systems.
Speicherarten:
- AC-Batteriespeicher (alternating current):
- Werden an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, in dem Wechselstrom fließt.
- Die Energie wird als Gleichstrom gespeichert.
- DC-Batteriespeicher (direct current):
- Werden direkt an die PV-Module angeschlossen, die Gleichstrom erzeugen.
- Die Energie wird als Gleichstrom gespeichert.
Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren kannst du den passenden Stromspeicher für deine PV-Anlage auswählen und so die Effizienz und Unabhängigkeit deiner Energieversorgung maximieren.
9. Verschaltung
Die Verschaltung von Solarmodulen ist entscheidend für die Effizienz einer Solaranlage. Durch das Schalten der Module in Reihe erhöht sich die Spannung, während der Strom konstant bleibt. Dies ermöglicht die erforderliche Spannung für den Wechselrichter. Allerdings können Leistungsverluste durch den schwächsten Bestandteil der Reihe auftreten, sei es durch Schatten, Verschmutzung oder ein defektes Modul. Bypass-Dioden werden eingesetzt, um den Strom um beeinträchtigte Zellen herumzuleiten und die Gesamtleistung zu optimieren. Wichtige Komponenten:
- Stromstörer: Kontrollieren unerwünschte Ströme in den PV-Modulen.
- MPP-Tracker (Maximum Power Point Tracker): Maximieren die Effizienz, indem sie den optimalen Punkt zwischen Strom und Spannung ermitteln und sicherstellen, dass die Module im optimalen Leistungsbereich arbeiten.
Jedes Modul verfügt über zwei etwa einen Meter lange Kabel. Die Solarmodule, die einen String, also eine Reihe, bilden, werden in Reihe geschaltet. Das Kabel muss dann mit dem Wechselrichter verbunden werden. Für diesen Schritt solltest du sich mit deinem Elektriker absprechen. Für die Vernetzung zwischen Wechselrichter und Stromnetz ist ein Techniker erforderlich; diesen Schritt darfst du nicht eigenständig vornehmen. Durch eine sorgfältige Planung und Verschaltung deiner Solarmodule kannst du die Effizienz und Leistung deiner PV-Anlage maximieren.
10. Montage

Vorbereitung:
Bevor du die PV-Anlage montierst, solltest du sicherstellen,
dass alle vorherigen Aspekte erfüllt sind:
- Hast du alle Gegebenheiten der PV-Anlage geplant bzw. planen lassen?
- Hast du den Netzbetreiber über die geplante Installation informiert und alle technischen Voraussetzungen sowie eventuell erforderliche Genehmigungen geklärt?
- Hast du einen zertifizierten Fachbetrieb oder Elektriker für die Anschlüsse und die Einspeisung ins Hausnetz bzw. das öffentliche Stromnetz ausgewählt?
- Hast du alle Komponenten und Werkzeuge, die für die Montage benötigt werden, bereitgelegt?
- Wenn du ein älteres Dach hast: Prüfe die Tragfähigkeit und analysiere die Dachziegel (siehe "dein Standort").

Montage-Schritte:
- Sorgfältige Planung:
- Kontaktiere einen Techniker und bezieh ihn direkt in die Planung mit ein (in späteren Schritten ist ein Techniker zwingend notwendig).
- Netzbetreiber kontaktieren:
- Informiere deinen örtlichen Netzbetreiber über die geplante Installation einer PV-Anlage. Kläre technische Voraussetzungen und erforderliche Genehmigungen.
- Abschattungen entfernen:
- Entferne alle Hindernisse und Abschattungen, die den Lichteinfall auf die Solarmodule beeinträchtigen können, um die Effizienz der Anlage zu optimieren.
- Vorbereitung:
- Lege alle benötigten Materialien bereit und check die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller. Bau dein Gerüst auf.
- Solaranlage konstruieren:
- Platziere die Solarmodule gemäß den vorherigen Berechnungen und der Ausrichtung des Daches. Verwende geeignetes Montagematerial, um die Module sicher und stabil zu befestigen.
- Verkabelung der Solarmodule:
- Dies sollte in Absprache mit einem Elektriker vorgenommen werden. Verlege die DC-Verkabelung von den Solarmodulen zum Wechselrichter.
- Wechselrichter und AC-Verkabelung:
- Der Wechselrichter muss von einem Elektriker mit der AC-Verkabelung und dem Hausnetz verbunden werden.
- Solaranlage anmelden:
- Melde die Inbetriebnahme der PV-Anlage beim Netzbetreiber an. Beachte eventuell erforderliche Anträge für die Einspeisung und die Abrechnung des erzeugten Stroms.
Für die Auswahl eines zertifizierten Fachbetriebs oder Elektrikers kannst du verschiedene Plattformen und Bewertungsportale nutzen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Anbietern einzuholen und sich vor der Beauftragung über Referenzen und Erfahrungen anderer Kunden zu informieren.
Montagebeispiel Ziegeldach

Im Nachfolgenden wird die Montage einer PV-Anlage auf einem Ziegeldach Schritt für Schritt erklärt. Gerne verweisen wir dafür auch auf unsere Youtube-Videos, in denen die einzelnen Schritte erklärt werden.
Vorbereitung:
- Plane alles sorgfältig, bevor du
mit der Installation beginnst - Kontaktiere vor der Installation einen Elektriker,
der das Projekt später abnimmt und die Anlage mit
dem Strom verbindet
(der Elektriker ist für spätere Schritte sowieso unerlässlich) - Vergewissere dich, dass du alle notwendigen Genehmigungen eingeholt hast
(siehe "Genehmigungen/Förderungen") - Prüfe die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller
- Lege alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit und baust du dein Gerüst auf
- Ermittle, wo genau die Dachsparren in deinem Dach sind
Montage:
1. Dachhaken
- Entferne die Ziegel an den Stellen, wo sich die Dachsparren befinden
- Schaffe ggf. eine bessere Auflagefläche, z. B. durch Holzstücke
- Schraube den Dachhaken auf dem Sparren fest
- achte darauf, dass der Haken auf dem Sparren
und nicht auf der Konterlattung montiert wird! - achte auf die angegebenen Mindestabstände
- achte darauf, dass der Haken auf dem Sparren
- Lege den Dachziegel auf und markiere
was von dem Ziegel ausgeschnitten werden muss
dadurch lastet das Gewicht der PV-Anlage nicht auf dem Ziegel
dadurch können die Dachhaken auf dem Dachsparren fixiert werden - Fixiere den Dachhaken mit einer Ratsche
Wiederhole diese Schritte, bis alle Dachhaken auf dem Dach montiert sind
Wichtig:
Bei einer Aluschiene von ca. 2.40 m werden mindestens 2 Dachhaken verwendet.
Bei einer Aluschiene von ca. 4.80 m werden mindestens 4 Dachhaken verwendet.
Die Anzahl der benötigten Dachhaken hängt ab von:
- Abstand der Dachsparren
- Last durch Schnee und Wind
- Größe des Solarmoduls
- Neigung des Dachs
Unsere Dachhaken sind Schwerlastdachhaken und somit etwas stabiler als herkömmliche Dachhaken. Daher kann bei Windzone 1 & 2 folgender Abstand der Dachhaken gewählt werden, solange es der Sparrenabstand zulässt.

Hinweis: Fast alle Regionen in Deutschland liegen in Windzone 1 und 2. Nur an der Küste Deutschlands liegen Windzone 3 oder 4.
2. Aluschienen, Module, Klemmen
- Befestige die Aluschienen auf den bereits montierten Dachhaken
- Wenn du mehrere Aluschienen kombinierst, musst du vorerst die
einzelnen Schienen mit Hilfe der Verbindungsstücke verbinden
(2 Verbindungsstücke für 2 Schienen, die verbunden werden sollen) - Setze die PV-Module auf die Aluschienen
- Zwischen den Modulen sollte ein Abstand von ca. 20 mm sein
- Verkable die Module mit Hilfe des MC4 Verteilersets
- Befestige jeweils 2 Mittelklemmen zwischen 2 Module
- Wichtig: Die Schrauben dürfen nicht zu fest gezogen werden,
sonst könnten die Module beschädigt werden - Der Drehmomentschlüssel sollte auf 14-16 Nm eingestellt werden
- Dieser Vorgang muss für alle Klemmen wiederholt werden
- Wichtig: Die Schrauben dürfen nicht zu fest gezogen werden,
- Befestige jeweils 2 Endklemmen an den Enden der Modulreihen
- Wichtig: die Schrauben dürfen nicht zu fest gezogen werden,
sonst könnten die Module beschädigt werden - Der Drehmomentschlüssel sollte auf 12-14 Nm eingestellt werden
- Dieser Vorgang muss für alle Klemmen wiederholt werden
- Wichtig: die Schrauben dürfen nicht zu fest gezogen werden,
- Überprüfe, ob alle Module und klemmen richtig montiert wurden
- Setze die Aluschienenkappen auf die enden der Aluschienen
3. Verkabelung
- Die Verkabelung der Module darfst du selbst vornehmen,
dabei ist aber eine Absprache mit deinem Techniker dringlichst
zu empfehlen - Lege fest, welche Module in einem String verschaltet werden sollen
- An den Modulen sind zwei ca. ein Meter lange Kabel, einmal + und einmal -
- Die Module pro String (Reihe) müssen dann in Reihe geschaltet werden
- Verkabelung der Module mit dem Wechselrichter
(hinter dem Wechselrichter sollte eine Sicherung angebracht sein,
die mit einem Zähler verbunden ist)
- Für die Verbindung der Module mit dem Hausnetz ist ein
Elektriker zwingend erforderlich, diesen Schritt
darfst du nicht selbst durchführen
Montagebeispiel Flachdach

Im Nachfolgenden wird die Montage einer PV-Anlage auf einem Flachdach Schritt für Schritt erklärt. In Zukunft wirst du dazu Beispiele auf unserem Youtube-Kanal finden.
- Plane alles sorgfältig, bevor du mit der Installation beginnst.
- Kontaktiere vor der Installation einen Elektriker, der das Projekt später abnimmt und die Anlage mit dem Strom verbindet (der Elektriker ist für spätere Schritte sowieso unerlässlich).
- Vergewissere dich, dass du alle notwendigen Genehmigungen eingeholt hast (siehe "Genehmigungen/Förderungen").
- Prüfe die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.
- Lege alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit.
- Ermittle, wo die Dachsparren in deinem Dach sind.
- Stelle sicher, dass du alle notwendigen Genehmigungen eingeholt hast.
- Prüfe die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.
- Lege alle benötigten Komponenten und Werkzeuge bereit.
Vorbereitung:
Montage:
1. Konstruktion, Schienen, Module:
- Befestige das jeweilige Montagegestell auf deinem Flachdach. Es muss sicher und stabil sein.
- Positioniere die Unterkonstruktionen gemäß der vorherigen Planungen und Markierungen.
- Kombiniere, falls nötig, deine Aluschienen mit Hilfe der Verbinderstücke, sodass du die benötigte Länge erhältst.
- Montiere die Aluschienen auf den bereits befestigten Montagegestellen.
- Setze die PV-Module auf die Aluschienen. Zwischen den Modulen muss ein Abstand von 20 mm bestehen.
2. Klemmen:
- Befestige die Mittelklemmen zwischen den Modulen. Achte darauf, die Klemmen nicht zu fest zu ziehen, um Beschädigungen der Module zu vermeiden. Der Drehmomentschlüssel sollte auf 14-16 Nm eingestellt werden.
- Befestige die Endklemmen an den Enden der Modulreihen. Auch hier dürfen die Klemmen nicht zu fest gezogen werden, um Beschädigungen der Module zu vermeiden. Der Drehmomentschlüssel sollte auf 12-14 Nm eingestellt werden.
- Überprüfe sorgfältig, ob alle Module und Klemmen korrekt montiert wurden.
- Setze die Aluschienenkappen auf die Enden der Aluschienen.
3. Verkabelung:
- Die Verkabelung der Module darfst du selbst vornehmen, dabei ist jedoch eine Absprache mit deinem Techniker dringend zu empfehlen.
- Lege fest, welche Module in einem String verschaltet werden sollen. An den Modulen sind zwei ca. ein Meter lange Kabel, einmal + und einmal -.
- Die Module pro String (Reihe) müssen dann in Reihe geschaltet werden.
- Verbinde die Module mit dem Wechselrichter. Hinter dem Wechselrichter sollte eine Sicherung angebracht sein, die mit einem Zähler verbunden ist.
- Für die Verbindung der Module mit dem Hausnetz ist ein Elektriker zwingend erforderlich, diesen Schritt darfst du nicht selbst durchführen.
Diese Schritte helfen dir, deine PV-Anlage auf einem Flachdach korrekt und effizient zu montieren.
11. Überwachung/Wartung
Wartung:
- Überprüfe regelmäßig die Solarmodule auf Verschmutzungen, Beschädigungen oder Verschleiß.
- Reinige die Module mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm, um Ablagerungen und Schmutz zu entfernen, die die Leistung der Anlage beeinträchtigen können.
Überwachung des Energieertrags:
- Nutze das Monitoring-System der PV-Anlage, um den täglichen und monatlichen Energieertrag zu überwachen.
- Vergleiche die ermittelten Ertragsdaten mit den prognostizierten Werten, um die Effizienz der Anlage zu überprüfen und ggf. Anpassungen vorzunehmen.
Durch regelmäßige Wartung und Überwachung kannst du dicherstellen, dass deine PV-Anlage optimal funktioniert und einen hohen Energieertrag liefert.
Brauchst du Unterstützung bei der Planung?
Jetzt kostenlos unverbindliches Angebot für Komponenten und optionale Installation einholen! Wir unterstützen sie gerne.


